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	<title>Peter Nathschläger</title>
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	<description>Ein Schriftsteller &#38; Herumtreiber</description>
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	<title>Peter Nathschläger</title>
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	<item>
		<title>Paralleluniversum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2026 17:12:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor etwa einem Jahr habe ich einen journalistischen Artikel über Selbstmorde und tragische Schicksale in der K-Pop-Welt gelesen. Wie die jungen Stars der diversen Boybands durch Management, Fans und die Hohepriester der Fans so unter Druck gesetzt werden, wie bestellt zu funktionieren, dass manche der jungen, schönen und talentierten Stars in die Drogen- und Alkoholsucht ... <a title="Paralleluniversum" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/paralleluniversum/" aria-label="Mehr Informationen über Paralleluniversum">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/jordan-hopkins-oUWb7dwWxpA-unsplash-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-1420" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/jordan-hopkins-oUWb7dwWxpA-unsplash-1024x576.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/jordan-hopkins-oUWb7dwWxpA-unsplash-300x169.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/jordan-hopkins-oUWb7dwWxpA-unsplash-768x432.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/jordan-hopkins-oUWb7dwWxpA-unsplash-1536x864.jpg 1536w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/jordan-hopkins-oUWb7dwWxpA-unsplash-2048x1152.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor etwa einem Jahr habe ich einen journalistischen Artikel über Selbstmorde und tragische Schicksale in der K-Pop-Welt gelesen. Wie die jungen Stars der diversen Boybands durch Management, Fans und die Hohepriester der Fans so unter Druck gesetzt werden, wie bestellt zu funktionieren, dass manche der jungen, schönen und talentierten Stars in die Drogen- und Alkoholsucht abdriften oder ihrem Leben ein Ende setzen. Fans rotten sich zu Kollektiven zusammen, die die Kommunikationsmöglichkeiten des Internets nutzen, um sich über ihre Favoriten (die Objekte ihrer Begierden) auszutauschen. Die sich daraus entwickelnden Trends werden von den Bandmanagern, der Musikindustrie und Marketinganalysten genau beobachtet und jedes Detail fließt in das Styling, die Kleidung, die Frisuren, die Tanzchoreographie, den Gesamtauftritt der Musiker und Bands ein. Sie sprechen nicht ein bestimmtes Publikum an, sondern werden durch ihr Publikum geformt wie Plastilin. Der idealistische Musiker, der &#8222;seine&#8220; Musik macht, ist eine ferne Erinnerung, eine Geste aus der Vergangenheit. Die Mischung aus jungenhafter Unschuld, Lack &amp; Leder Laszivität, beckenzuckender Tanzschritte &#8211; all das scheint von wildgewordenen KIs aus den Postings in den Foren zusammengestellt zu sein. Entmenschlicht aber funktionell. Wichsvorlagen für Mädchen und Jungs. Tanzende Sexpuppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ähnlichen Mechanismen entwickelt sich seit einigen Jahren vor allem durch und wegen der Selfpublisherszene ein ähnliches Instrumentarium, das den Schriftsteller vom kreativen Freigeist der &#8222;im Schreiben wohnt&#8220; zum Erfüllungsgehilfen transformiert. Bei genauerer Beobachtung zeigt sich eine abgestufte Entwicklung, an deren Ende eine sich selbst befriedigende Blase steht:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Autoren, die von etablierten Verlagen abgelehnt werden, suchen Alternativen:
<ul class="wp-block-list">
<li>Book on Demand</li>



<li>Print on Demand</li>



<li>Druckkostenzuschussverlage</li>



<li>Selbstverlag</li>
</ul>
</li>



<li>Der Selbstverlag wird über BOD oder POD realisiert</li>



<li>Als Selbstverleger muss man entweder Verlagsaufgaben selbst erledigen oder beauftragen, was erhebliche Kosten nach sich zieht:
<ul class="wp-block-list">
<li>Korrektorat</li>



<li>Lektorat</li>



<li>Marketing</li>



<li>Zielgruppenanalyse</li>



<li>Umschlaggestaltung</li>



<li>Drucksatz</li>



<li>Kommunikation</li>
</ul>
</li>



<li>Daraus ergeben sich Berufsgruppen, die direkt an Selfpublisher andocken und im Wesentlichen nicht mehr sind, als Schlangenöl und Globuli, mit denen sich Geld verdienen lässt:
<ul class="wp-block-list">
<li>Buchblogger (oft ehrenamtlich, aus Liebe zur Sache, aber auch durchaus in dem Bewusstsein, Macht auszuüben)</li>



<li>Korrektorat, Lektorat</li>



<li>Neue Dienstleistungen wie zB Sensitivity Reader, die Manuskripte nach &#8222;problematischen&#8220; Inhalten, triggernden Details uä durchforsten. Also die Esoteriker der parallelen Bücherwelt</li>



<li>Triggerwarnung-Texter</li>
</ul>
</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Speziell auf <a href="https://www.instagram.com/popular/bookstagram/?hl=de" target="_blank" rel="noopener" title="">Instagram</a> und <a href="https://www.threads.com/search?q=autorenthreads&amp;serp_type=tags" target="_blank" rel="noopener" title="">Threads</a> hat sich eine Blase etabliert, in der sich die Praxis durchsetzt, dass Autoren ihre Werke nach den Interessen der Leser zu formen haben, und zwar bis in kleinste Details hinein. Dienstleister also und keine freien Künstler, die sich angepasst und erfüllungsbereit zu zeigen haben. Vertreten werden diese Leser*Innenkollektive durch die Hohepriester der Selfpublisherblase, die Buchblogger, deren Urteile unter Autoren gefürchteter sind, als die Kritiken in etablierten Magazinen und Zeitungen. Das führt unter anderem dazu, dass die Rezensionen auf Blogs und Verkaufsplattformen ähnlich belanglos sind, wie die Bücher, die besprochen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das alles reduziert Schriftsteller zumindest in dieser Blase zu einfachen Dienstleistern, der sich den Wünschen der Leser zu beugen haben und Bestellungen abzuarbeiten. Dass es soweit kommen konnte, liegt vor allem an der Eitelkeit der Schriftsteller, die der Meinung sind, jeder Hirnfurz, den sie von sich geben, sei eine druckreife Meisterleistung. Daran, dass etablierte Verlage da eben nicht mit spielen. Und daran, dass diese sich selbst befruchtende Blase aus Autoren, Bloggern, Lesern und New-Job-Service-Anbieter einander pushen, bedingen, sich gegenseitig rauf- und runterschreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Blase ist durch und durch vergiftet, selbstzerstörerisch, bösartig, kindisch und dumm. Ich meine, in diesem Biotop geben Schriftsteller damit an, zehn Bücher im Jahr schreiben zu können, sie selbst zu korrigieren, zu verlegen und zu bewerben. Wie geht das? Und warum ist diese &#8222;Wortleistungsfähigkeit&#8220; für scheinbar professionelle Autoren so bedeutsam? Warum bezeichnen sich diese Selfpublisher als marginalisiert, wenn sie selbst die finanziellen Mitteln aufbringen, um ihre Werke auf den Markt zu bringen? Wozu braucht es auf einmal Triggerwarnungsberater?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist das alles reine Koketterie mit der Tatsache, dass all diese sich gegenseitig bestätigenden Contentmanager von Schriftstellerei nichts mehr wissen und sich an den vereinbarten Werten der Profis festhalten: Produktivität und Fleiß. Dass ein großer Teil des notwendigen Fleißes, den es braucht, um derart produktiv zu sein, auf KI-Tools abgewälzt wird, strömt diesen lieblos zusammengeschusterten Machwerken aus allen Seiten und Sätzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So wird der Schriftsteller zum Dienstleister, und der Dienstleister zum Contentmanager, der einer KI Prompts in den Rachen wirft, um sich dann auf #bookstagram und #threads als Schriftsteller zu präsentieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir ist diese Szene fremd und fern und ich habe sie nur deshalb wahrgenommen, weil sie schamlos um sich greift und Platz einnimmt, vielleicht sogar einen Paradigmenwechsel herbeizuführen versucht, was als Literatur zu gelten hat und wem die Deutungshoheit zu überantworten ist. Gut, man muss sich ja nicht auf Socialmedia herumtreiben und Zeit vergeuden und mit diesen Leuten diskutieren &#8211; allein schon, weil es sinnlos ist, mit jemanden zu debattieren, für den Meinungen gleichberechtigt im Diskurs neben Fakten stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich meine, Schriftsteller sollen eine Dienstleister sein, sondern fieberträumende Erzähler. Keine Contentmanager, keine Prompter.</p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/paralleluniversum/">Paralleluniversum</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Motorradfahrer</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/der-motorradfahrer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 17:15:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal denke ich darüber nach, was mich triggert, weil ich das Gefühl habe, dass mich gar nichts triggern kann. Klingt komisch? Ist aber so. Und doch gibt es Momente, Erinnerungen und Träume, die in mir etwas auslösen, und das Allermeiste davon ist positiv. Ein paar dieser Trigger möchte ich hier aufschreiben. Ein Traum, der mit ... <a title="Der Motorradfahrer" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/der-motorradfahrer/" aria-label="Mehr Informationen über Der Motorradfahrer">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/06/motorrad-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-1407" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/06/motorrad-1024x683.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/06/motorrad-300x200.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/06/motorrad-768x512.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/06/motorrad-1536x1024.jpg 1536w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/06/motorrad-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal denke ich darüber nach, was mich triggert, weil ich das Gefühl habe, dass mich gar nichts triggern kann. Klingt komisch? Ist aber so. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und doch gibt es Momente, Erinnerungen und Träume, die in mir etwas auslösen, und das Allermeiste davon ist positiv. Ein paar dieser Trigger möchte ich hier aufschreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Traum, der mit schöner Regelmäßigkeit meinen Schlaf berührt, ist der, in dem ich Motorrad fahre. Um das ein wenig zurechtzurücken: Ich selbst bin in meinem Leben noch nie Motorrad gefahren. Als Sozius durfte ich als halbwüchsiger Lehrling bei meinem Gesellen auf der Moto Guzzi 850 Le mans II mitfahren. Das war auch das erste Motorrad mit Kardanwelle statt Kette, das ich je gesehen habe und das Ding ging wie Sau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später, in Biedermannsdorf, als ich siebzehn oder achtzehn Jahre alt war, standen wir halbwilden Jungs oft abends beim Kirchenpark in Biedermannsdorf zusammen und fast jeder dort hatte eine Sachs Optima, eine Vespa oder eine Zündapp.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In meinem Traum habe ich ein Motorrad und ich habe kein Alter. Im Traum nehme ich mich weder als besonders jung noch als besonders alt wahr, ich bin einfach da und habe ein Motorrad. Es ist mein Geheimnis. Niemand weiß, dass ich es habe, und ich weiß, dass seine Existenz davon abhängt, das Geheimnis zu wahren. Es würde einfach verschwinden, sich in Luft auflösen. Im Traum fahre ich auf diesem Motorrad durch eine meist dunkle und herbstliche Landschaft, die mich rückblickend ein wenig an das Setting der Twilight-Filmserie erinnert. Es ist ein schwarzes, gut eingefahrenes Motorrad, nicht besonders stark, bestenfalls so um die 500 ccm. Ich habe keine Angst, wenn ich es fahre. Es schmiegt sich an mich an, als wolle es mit mir zu einer Einheit verwachsen. Nein, falsch, ich spüre einen Hauch von Angst, aber der macht das Gefühl so echt und das Wohlgefühl erst wirklich greifbar. So, als ob ich etwas Wundervolles mache und weiß, dass es mir eigentlich verboten ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fahre durch eine bewaldete Straße und fühle mich frei, geradezu ungebührlich frei und losgelöst von Verpflichtungen, Bedenken und Sorgen. Die Landschaft ist mir vertraut, obwohl ich sie weder kenne noch benennen kann. Ich weiß nur, dass ich in der Nähe von einem Zuhause bin, das ich ebenfalls nicht benennen kann. Manchmal ist es das Haus meiner Eltern, manchmal ist es das Haus, in dem Richard und ich leben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich trage immer einen Motorradhelm mit Vollvisier, eine Lederjacke mit Schnallen und Zippverschlüssen und eine Jeans. Der Traum löst in mir eine melancholische Sehnsucht aus, die mich komischerweise mit Freude erfüllt, so, als würden alle offenen Fäden des Universums sich zu einem einzigen, gewaltigen, dröhnenden Orgelton zusammenzurren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann den Traum nicht erzwingen, so wie ich nichts erzwingen kann, was mich triggert. Diese Träume kommen und gehen und folgen eigenen Gezeiten und ich habe gelernt, das zuzulassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, obwohl es ein dunkler Traum ist, in fast monochromen Farben, löst er in mir eine zufriedene Heiterkeit aus, das Gefühl, ganz bei mir zu sein und etwas zu tun, dem ich mich zutiefst verbunden fühle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich aus diesem Traum erwache, versuche ich, ihn festzuhalten, aber Träume haben nun mal die Konsistenz von Morgennebel, der sich rasch auflöst. Auch das macht mich nicht traurig; es fügt sich so, wie es sich fügen muss. Übrig bleibt das halbherzige Vorhaben, mir irgendwann einmal ein Motorrad zu kaufen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das habe ich bislang nicht getan und ich befürchte, das ich es auch nie tun werde. </p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/der-motorradfahrer/">Der Motorradfahrer</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mehr Geschichte</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/mehr-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 10:53:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was mir gerade bei der Arbeit an meinem neuen Roman geschieht: Ich habe die Geschichte vor Augen, ich weiß, wie ich sie erzählen will und in welcher Tonlage. Aber auf einmal genügt mir das nicht. Durch die Einflechtung von Nebensträngen tun sich Handlungsmöglichkeiten auf, die auf den ersten Blick unglaublich reizvoll sind, jedoch die Gefahr ... <a title="Mehr Geschichte" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/mehr-geschichte/" aria-label="Mehr Informationen über Mehr Geschichte">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="669" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/04/foad-roshan-81HETrGh8dc-unsplash-1024x669.jpg" alt="" class="wp-image-1189" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/04/foad-roshan-81HETrGh8dc-unsplash-1024x669.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/04/foad-roshan-81HETrGh8dc-unsplash-300x196.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/04/foad-roshan-81HETrGh8dc-unsplash-768x502.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/04/foad-roshan-81HETrGh8dc-unsplash-1536x1004.jpg 1536w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/04/foad-roshan-81HETrGh8dc-unsplash-2048x1338.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mir gerade bei der Arbeit an meinem neuen Roman geschieht: Ich habe die Geschichte vor Augen, ich weiß, wie ich sie erzählen will und in welcher Tonlage. Aber auf einmal genügt mir das nicht. Durch die Einflechtung von Nebensträngen tun sich Handlungsmöglichkeiten auf, die auf den ersten Blick unglaublich reizvoll sind, jedoch die Gefahr in sich bergen, die Geschichte zu fragmentieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, ich kann die Elemente einflechten, um den Nebenhandlungen mehr Bedeutung zu geben, frage mich aber auf der anderen Seite, inwiefern dies der gesamten Geschichte nutzt und welchen Mehrwert es bieten könnte, sie einzuflechten. Bislang habe ich ein Mordopfer (und dessen Geschichte allein ist schon recht tragfähig) und einen Mordermittler, einen Einbruch in zwei Hotelsuiten, bei denen zwar die Tresore in den Suiten geöffnet wurden, jedoch nichts gestohlen. Ich habe die Geschichte um zwei sehr unterschiedliche Polizisten, deren Wege sich kreuzen und einen Verbrecher, der mehr ein Getriebener seiner eigenen Kopflosigkeit ist, als ein echter Krimineller. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich habe zwei Handlanger des unglücklichen Verbrechers, die das Potenzial haben, so richtig Unheil zu stiften. An und für sich ist das genug, um eine runde Kriminalgeschichte im Stil des <em>Novel Noir</em> zu erzählen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>Zusammenfassend könnte man sagen, dass der roman noir sich dadurch auszeichnet, dass er keine scherenschnittartigen Trennungen zwischen Gut und Böse vorstellt, sondern die Grauzone zwischen Gut und Böse, zwischen Schuld und Unschuld, zwischen individueller und kollektiver Verantwortung erforscht.<sup><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Roman_noir#cite_note-4">[4]</a></sup> Darauf weist Jean-Patrick Manchette, einer der genauesten Kenner des amerikanischen und französischen Roman noir hin, wenn er diesen als „die große moralische Literatur unserer Zeit“ bezeichnet</em>. (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Roman_noir">https://de.wikipedia.org/wiki/Roman_noir</a>)</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Würde ich die Nebenstränge verdichten und ausbauen, führte mich das weg vom angestrebten Erzählmodus und hin zu einem eher epischen Don Winslow Stil, dessen Schuhe mir noch ein Stück zu groß sind.  Aber gut, ich werde es mal so machen, wie ich es immer mache &#8211; ich lasse es fließen und wenn ich ans Überarbeiten gehe, setze ich den Rotstift an &#8230;</p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/mehr-geschichte/">Mehr Geschichte</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Armas Ramos</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/armas-ramos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 18:24:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich die Arbeit am dritten Band der Elias-Trilogie beendet hatte, war mir bewusst, dass ich die Trilogie zwar abgeschlossen, die Geschichte aber noch nicht fertig erzählt hatte. Nicht ganz. Für mich war noch ein wesentlicher Teil offen, nämlich an der Bruchstelle zwischen dem, was Elias in seiner Owl Creek Bridge Geschichte erlebte, und dem, ... <a title="Armas Ramos" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/armas-ramos/" aria-label="Mehr Informationen über Armas Ramos">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="681" height="1024" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/ARMAS-RAMOS-681x1024.png" alt="" class="wp-image-1378" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/ARMAS-RAMOS-681x1024.png 681w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/ARMAS-RAMOS-199x300.png 199w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/ARMAS-RAMOS-768x1155.png 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/ARMAS-RAMOS.png 997w" sizes="auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich die Arbeit am dritten Band der <a href="https://nathschlaeger.com/die-elias-trilogie/" data-type="page" data-id="117">Elias-Trilogie</a> beendet hatte, war mir bewusst, dass ich die Trilogie zwar abgeschlossen, die Geschichte aber noch nicht fertig erzählt hatte. Nicht <em>ganz</em>. Für mich war noch ein wesentlicher Teil offen, nämlich an der Bruchstelle zwischen dem, was Elias in seiner <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/An_Occurrence_at_Owl_Creek_Bridge">Owl Creek Bridge Geschichte</a> erlebte, und dem, was <em>wirklich</em> geschah. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn: Elias gab es wirklich, auch außerhalb des Erzählraums, in den ich ihn gesetzt hatte. Stefan ebenso und auch den Ermittler des Morddezernats Alexis Cristobal Armas Ramos. Der tauchte schon in früheren Geschichten von mir auf, genauer gesagt in <a href="https://nathschlaeger.com/die-inseln-im-westen/" data-type="page" data-id="104">Die Inseln im Westen</a> und in <a href="https://nathschlaeger.com/coda-der-letzte-tanz/" data-type="page" data-id="94">CODA- der letzte Tanz</a>. Ich mag den Kerl einfach und finde, er hat einen ganzen Roman verdient. Außerdem will ich ergründen, was wirklich mit Elias geschah &#8211; außerhalb der Geschichte in der Trilogie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, ich fliege nochmal nach Gran Canaria und schau mal, ob Armas Ramos den Mord an Elias aufklären kann &#8211; und wie er das macht. Von der Stimmung stelle ich mir das vor wie die <a href="https://www.lovelybooks.de/autor/Leonardo-Padura/reihe/Mario-Conde-in-Reihenfolge-1114897703/">Conde-Romane</a> von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Leonardo_Padura">Leonardo Padura</a>. Weniger Krimi als ein Stimmungs- und Sittenbild.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/armas-ramos/">Armas Ramos</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wege zum Jazz</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/wege-zum-jazz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 15:35:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[jazz]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich fünfzehn Jahre alt war und mit meinen Eltern in ein Haus in Biedermannsdorf zog, südlich von Wien, lernte ich die ziemlichen coolen Lugerbauer-Brüder kennen, die um einen Hauch älter waren, als ich. Alfred Lugerbauer studierte Gitarre an der Uni Wien, soviel ich weiß, und er liebte Mike Oldfield; hatte aber auch schon einen ... <a title="Wege zum Jazz" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/wege-zum-jazz/" aria-label="Mehr Informationen über Wege zum Jazz">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich fünfzehn Jahre alt war und mit meinen Eltern in ein Haus in Biedermannsdorf zog, südlich von Wien, lernte ich die ziemlichen coolen Lugerbauer-Brüder kennen, die um einen Hauch älter waren, als ich. Alfred Lugerbauer studierte Gitarre an der Uni Wien, soviel ich weiß, und er liebte Mike Oldfield; hatte aber auch schon einen Fuß im Jazz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich war Jazz per se nichts, weil mir die Musik zu wenig greifbar war. So ein Zwischending zwischen &#8222;Easy Listening&#8220;, Alternative und trotzdem noch genießbar für junge Ohren waren eben die Tracks von Mike Oldfield, Vangelis und Tangerine Dream. Auf der anderen Seite stand Hardrock und Bombast Rock wie zum Beispiel von Emerson, Lake &amp; Palmer. Uns gefiel auch Stratos von Billy Cobham und die konzeptionelle Musik von YES.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kunstvoll empfanden wir auch damals schon die Musik von Peter Gabriel. Jedenfalls: ja, wir suchten und fanden alternative Musik, weil bei uns im kleinen Biedermannsdorf der Konsens unter uns Jungen herrschte, man müsse eine andere Art von Musik hören, als alle anderen. Unsere Mode war Musik, und wir trugen unseren Musikgeschmack vor uns her, wie Flaggen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Musikgeschmack blieb diesbezüglich ziemlich konstant. Da gab es einerseits die großen Elektroniker wie Tangerine Dream, Klaus Schulze, Vangelis, Ashra Temple, andererseits kunstvollen Pop. Und ein drittes Standbein, das ich von meiner Kindheit über meine Jugend ins Erwachsenenalter mitnahm, war Filmmusik. Hauptsächlich John Williams, Jerry Goldsmith, James Horner und Ennio Morricone. Später kam noch Hans Zimmer dazu, der mich aber im Laufe der Zeit mit seiner zum Bombast aufgeblasenen Beliebigkeit zunehmend langweilte.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar machte ich Bekanntschaft mit der Serie <a href="https://www.amazon.de/Bosch-Staffel-1/dp/B089XZR63T">Harry Bosch</a> auf Prime und es kam so, wie es bei mir immer kam, wenn mehrere Ereignisse gut geölt ineinander klickten: Ich fand etwas Neues. Die Serie erzählt die Geschichte von einem Detective des Morddezernats Hollywood, Los Angeles. Irgendwann vor Beginn der Serie hatte er einen Fall gelöst, der von einem Hollywoodstudio verfilmt wurde. Das Honorar für die Geschichte verschaffte ihm genug Geld, um sich ein Haus in den Hollywood Hills zu kaufen. Samt Terrasse und verglasten Wänden. Harry Bosch hörte immer Jazz, wenn er zu Hause Mordfallakten wälzte und in Kombination mit dem Blick über Los Angeles hatte es mich erwischt. Harry Bosch, gefilmt durch die wandhohen Fensterscheiben seines Hauses, dazu Art Pepper oder John Coltrane &#8230; Anheimelnd auch, dass er in der in unsere Zeit verlegten Serie die Musik auf einem Plattenspieler hört. Ich verschaffte mir einen Überblick über <a href="https://www.jazzseite.at/Jazz-Qualitaet/Cool-Jazz.html">Cool Jazz </a>&#8211; also um ehrlich zu sein, ich bin noch mittendrin. Was mich von Anfang an beim Jazz ansprach, seitdem ich mich damit befasse, ist, dass diese Musik emotional sein kann, ohne dabei schmalzig, kitschig oder teeniehaft-raunzend zu sein. Dazu kommt die aus den Aufnahmen heraushörbare Spielfreude der Musiker und wie gut sie aufeinander eingestimmt sind. Das ist noch gutes, altes Musikhandwerk und auch wenn die Musik zum Teil sperrig ist und nicht nach Gefälligkeit schielt, so macht doch gerade das für mich den Reiz aus. Cool Jazz kommt herrlich unprätentiös daher und konzentriert sich auf sich selbst. Ich mag das Emotionell-Dreckige und das Rauchige dieser Musik. Aktuell gefällt mir Jazz, der sich auf Klavier, Bass und Saxofon beschränkt.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/Bosch_house_Season_4-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-1125" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/Bosch_house_Season_4-1024x683.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/Bosch_house_Season_4-300x200.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/Bosch_house_Season_4-768x512.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/Bosch_house_Season_4.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich freue mich schon auf die lauen Nächte, die bei uns so ab Mai häufiger werden. Weiterschreiben an einem neuen Roman, Balkontür offen und Art Pepper im Hintergrund. Ich denke, da kann man nicht viel falsch machen.</p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/wege-zum-jazz/">Wege zum Jazz</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Richards Gemälde</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/richards-gemaelde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2026 13:36:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vorgestern habe ich das Wort ENDE unter das Rohmanuskript meines neuesten Romans geschrieben. Die Geschichte unterscheidet sich in sehr vielen Aspekten von früheren Werken. Der wesentlichste ist vielleicht, dass ich mich diesmal nicht auf junge Leute konzentriere, die an der Schwelle zum Mannsein in dramatische Probleme geraten, sondern auf zwei Senioren, die nach tragischen Verlusten ... <a title="Richards Gemälde" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/richards-gemaelde/" aria-label="Mehr Informationen über Richards Gemälde">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="525" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/DavidHockney1-1024x525.jpg" alt="" class="wp-image-1120" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/DavidHockney1-1024x525.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/DavidHockney1-300x154.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/DavidHockney1-768x393.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/DavidHockney1-1536x787.jpg 1536w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/DavidHockney1-2048x1049.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgestern habe ich das Wort ENDE unter das Rohmanuskript meines neuesten Romans geschrieben. Die Geschichte unterscheidet sich in sehr vielen Aspekten von früheren Werken. Der wesentlichste ist vielleicht, dass ich mich diesmal nicht auf junge Leute konzentriere, die an der Schwelle zum Mannsein in dramatische Probleme geraten, sondern auf zwei Senioren, die nach tragischen Verlusten zueinanderfinden und lernen, einander dabei zu unterstützen, im Alter das Leben weiterzuleben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Roman führt die Geschichte von <a href="https://nathschlaeger.com/der-sturmgondoliere/" data-type="page" data-id="102">Der Sturmgondoliere</a> fort, aus einer anderen Perspektive, mit neuen Akteuren und mit alten Freunden. Handlungsorte sind Wien, Bled, Triest und Montaione. Eine weitere Verschränkung habe ich mit dem Roman <a href="https://nathschlaeger.com/fluchtgemaelde-2/" data-type="page" data-id="96">Fluchtgemälde</a> hergestellt; ja, auch in diesem Roman geht es um magische Malerei. Um das, was Kunst vielleicht kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gewichtigsten Handlungsbeiträge im aktuellen Roman kommen von Personen, die nicht mehr am Leben sind, aber eben noch nachwirken. Als Geister, als Inspirationen, als Wegweiser in ein neues, altersweises Leben. Mir gefällt die Idee, Geister nicht als etwas zu beschreiben, vor dem man sich fürchten muss, sondern als etwas, das gleichberechtigt neben den Lebenden steht und wirkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Roman ist schwer einzuordnen. Eines der stärksten Merkmale dieses Manuskripts ist gleichzeitig seine größte verlegerische Herausforderung: Es lässt sich nicht in eine einzige Schublade stecken. Es ist kein Krimi, kein Liebesroman, kein Reiseroman — und doch ist es ein bisschen von allem. Die Zielgruppe ergibt sich deshalb nicht aus einer einzigen Schnittmenge, sondern aus mehreren überlappenden Leserkreisen, die sich um je ein zentrales Thema des Buchs organisieren. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Was mich interessiert hat</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wollte einen Roman schreiben, der von Trauer handelt, ohne ein Trauerroman zu sein. Der von Alter handelt, ohne ein Altersroman zu sein. Der von Geistern handelt, ohne ein Geisterroman zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geister in diesem Buch sind nicht gruselig und nicht metaphorisch. Sie sind einfach da — mit Piercings, Boxershorts mit bunten Smileys und dem Geruch von Teichwasser und Melonen. Was sie wollen, ist konkret: eine letzte gute Tat &#8211; ganz im Sinne ihrer Mutter. Einen alten Mann aus seiner Einsamkeit herauslotsen. Das erscheint mir glaubwürdiger als jede psychologische Erklärung, die ich hätte anbieten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war außerdem daran interessiert, schwule Seniorenliebe als das zu erzählen, was sie ist: unspektakulär und tief. Frank und Richard haben nicht fünfzig Jahre damit verbracht, ihre Beziehung zu verteidigen. Sie haben gekocht, gereist, gestritten, Pierogi gegessen und sind sich gegenseitig auf die Nerven gegangen. Das ist die Geschichte. Die sexuelle Orientierung der Figuren ist kein Thema — sie ist einfach Teil von dem, was sie sind, so wie die Tatsache, dass Frank Muskateller trinkt und Richard Zigarillos geraucht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Roman spielt auch mit der Frage, was Kunst kann. Richards Gemälde zeigen eine Zukunft, die noch nicht da war. Lucians Gemälde zeigen ein Leben, das nie stattgefunden hat. Ich habe das nicht als magisches Kunststück gemeint, sondern als ehrliche Frage: Ist nicht jedes gute Kunstwerk ein Fenster in eine Wirklichkeit, die noch nicht existiert — oder nie existiert hat — und die trotzdem wahr ist?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verzahnung mit meinem Roman <a href="https://nathschlaeger.com/der-sturmgondoliere/" data-type="page" data-id="102">Der Sturmgondoliere</a>, der 2016 im Größenwahn Verlag erschien, ist offensichtlich und wie ich hoffe, gut geölt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt drehe ich mal eine Überarbeitungsrunde und dann schicke ich den Roman los. Mein Wunschverlag dafür ist der <a href="https://main-verlag.de/">Main Verlag</a>, der schon meinen Roman Piero X veröffentlichte und den ich in guter Erinnerung habe als konstruktiver, verständiger Partner.</p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/richards-gemaelde/">Richards Gemälde</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Reisen meiner Notizbücher</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/die-reisen-meiner-notizbuecher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2025 17:45:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nein, ich erzähle Euch nicht, was genau ich in meine Notizbücher schreibe, ob ich ein Konzept habe, wie ich sie nutze und ob ich meine Herangehensweise bisweilen überdenke. Zumindest nicht in diesem Posting. Gestern Abend habe ich in meinen vollgeschriebenen Notizbüchern und abgelegten Refills von Paper Republic nach einer bestimmten Information gesucht. Eigentlich unwichtig, aber ... <a title="Die Reisen meiner Notizbücher" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/die-reisen-meiner-notizbuecher/" aria-label="Mehr Informationen über Die Reisen meiner Notizbücher">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/10/joachim-schnurle-J0bnKNmiqy0-unsplash-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-824" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/10/joachim-schnurle-J0bnKNmiqy0-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/10/joachim-schnurle-J0bnKNmiqy0-unsplash-300x200.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/10/joachim-schnurle-J0bnKNmiqy0-unsplash-2000x1333.jpg 2000w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/10/joachim-schnurle-J0bnKNmiqy0-unsplash-600x400.jpg 600w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/10/joachim-schnurle-J0bnKNmiqy0-unsplash-1200x800.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, ich erzähle Euch nicht, was genau ich in meine Notizbücher schreibe, ob ich ein Konzept habe, wie ich sie nutze und ob ich meine Herangehensweise bisweilen überdenke. Zumindest nicht in diesem Posting.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern Abend habe ich in meinen vollgeschriebenen Notizbüchern und abgelegten Refills von <a href="https://www.paper-republic.com/de-at/collections/refills">Paper Republic</a> nach einer bestimmten Information gesucht. Eigentlich unwichtig, aber ich verbeiße mich dann immer so in eine Sache, dass ich nicht aufgebe, bis ich gefunden habe, was ich suche oder sicher bin, dass es in der Zeit verschüttet wurde. Gestern habe ich die gesuchte Information gefunden, eine kleine Erinnerungsnotiz in einem zerfledderten Notizbuch von 2012. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich habe noch etwas gefunden. Die Erinnerungen daran, wo die Notizbücher mit mir schon überall gewesen sind: Das Zerfledderte war mit mir in Kroatien (Porec), in den Niederlanden (Haarlem, Amsterdam, Schiphol Rijk), Gran Canaria, Kuba. Es ist voller Schmierflecken (ich denke, von Sonnenmilch und Schweiß) und ich habe während der Nutzung öfter den Stift gewechselt. Andere Bücher waren in Polen, Ungarn, Rumänien, in Städten, auf dem Land, an Seeufern und in tiefen Wäldern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem anderen habe ich Spuren von Sand gefunden, Eintrittskarten für eine Party in Havanna, Karten für die Seilbahn der Dachsteinsüdwand, Notizen über Radiosender, Musiker, Telefonnummern neben unleserlichen Namen, Listen mit Speisen, die wir zu Abend hatten, und abgegriffene Visitenkarten mit unleserlichen Notizen auf den Rückseiten. Es sind keine Notizbücher mehr, es sind Geschichtsbücher. Sie sind voller Leben, sie summen und vibrieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als Noteapps, haben Notizbücher ein Leben. Sie sammeln es in den Jahren ein, in denen sie befüllt werden, und sie konservieren das Leben zwischen den Seiten, zwischen Buchdeckel und Buchrücken. Solange sie geschlossen sind, haben sie ein geheimes Leben und es offenbart sich, wenn man sie öffnet. Ein Notizbuch zu befüllen ist etwas anderes als Informationen in eine Noteapp zu clippen. Es ist ein Moment des &#8222;Ganz bei sich sein&#8220;, man schreibt nicht, um sich später zu erinnern, sondern um sich im Moment des Schreibens (Werbeslogan von <a href="https://fieldnotesbrand.com/">Fieldnotes</a>) zu erinnern.</p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/die-reisen-meiner-notizbuecher/">Die Reisen meiner Notizbücher</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Ein neues, altes Projekt</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/ein-neues-altes-projekt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Oct 2025 02:47:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein neues, altes Romanprojekt, nachdem ich den dritten Band der Elias-Trilogie beendet habe, begann ich vor der Trilogie und habe die Arbeit daran unterbrochen, weil ich mich verzettelt habe. Ursprünglich ist es eine SF-Geschichte, die so tut, als wäre sie in den Sechzigern geschrieben worden, also mit dem Wissensstand der Sechziger in Bezug auf unser ... <a title="Ein neues, altes Projekt" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/ein-neues-altes-projekt/" aria-label="Mehr Informationen über Ein neues, altes Projekt">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="706" height="1000" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/04/51s8h5HDfIL._AC_UF8941000_QL80_.jpg" alt="" class="wp-image-158" style="width:500px" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/04/51s8h5HDfIL._AC_UF8941000_QL80_.jpg 706w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/04/51s8h5HDfIL._AC_UF8941000_QL80_-212x300.jpg 212w" sizes="auto, (max-width: 706px) 100vw, 706px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Mein neues, altes Romanprojekt, nachdem ich den dritten Band der <a href="https://nathschlaeger.com/?page_id=117" data-type="page" data-id="117">Elias-Trilogie</a> beendet habe, begann ich vor der Trilogie und habe die Arbeit daran unterbrochen, weil ich mich verzettelt habe. Ursprünglich ist es eine SF-Geschichte, die so tut, als wäre sie in den Sechzigern geschrieben worden, also mit dem Wissensstand der Sechziger in Bezug auf unser Sonnensystem. Die Handlung spielt im Jahr 1981 &#8211; also in einem 1981, wie man es sich in utopischen Romanen früher so vorgestellt hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Buch 1</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Franzosen bauen gemeinsam mit russischen Wissenschaftlern in einer geheimen Basis am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lac_du_Salagou">Lac du Salagou</a> in Frankreich eine geheime Raketenbasis und dort ein Raumschiff namens <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bellerophon">Bellerophon</a>. Der französische Schüler Elias Beaumont stolpert bei einem misslungenen Selbstmordversuch in diese Basis, und zwar durch einen der &#8222;Feuerschächte&#8220;, durch die die brennenden Austrittsgase der startenden Rakete abgeleitet werden und wird von einem jungen Maschinisten gerettet. Da der Start vorverlegt wird, und die Basis hermetisch abgeschlossen wird, bleibt ihnen kein anderer Weg, als mit dem letzten Beladeroboter an Bord des Raumschiffs zu flüchten und mit ins All zu fliegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grund für die Mission ist das, was die russische Venera-Sonde in den letzten Sekunden sendete, bevor sie aufhörte, Daten zu schicken. Die ersten Minuten der Übertragung ergeben ein Bild der Venus, wie man sie heute zu kennen meint: über 90 Atmosphären Luftdruck und rund 450 Grad Hitze. Das scheint aber ein Fehler im Computersystem der Sonde gewesen zu sein, denn in den letzten Sekunden öffnet sich das Verschluss-System der Kamera und man sieht für ein paar Augenblicke einen üppigen Dschungel voller sich umschlingender Pflanzen &#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Reise, nachdem sie ertappt wurden und an Bord Aufgaben zugewiesen bekommen, entdecken Elias und sein Retter, der exilkubanische Soldat und Maschinist Kevin Yunior Aguilar, das Geheimnis des überragenden Computersystems der Bellerophon und müssen eine Entscheidung von enormer Tragweite treffen &#8230;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Buch 2</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Roman, den ich als Rahmenhandlung erzählen wollte, und den ich nun wirklich als eigenständigen Kurzroman schreiben möchte, erzählt die ebenso geheimnisvolle wie tragische Entstehungsgeschichte des ersten Romans: Ein altes schwules Ehepaar unternimmt mit dem Auto eine Europareise und als sie in Frankreich nahe der Gemeinde Celles, am Ufer des Stausees Lac du Salagou ein Haus anmieten, findet einer der beiden nicht nur einen Zeitungsartikel aus den Sechzigern, der sich mit der Literaturszene der SF-Autoren Frankreichs befasst, sondern auch unter einem Verschlag ein handgeschriebenes Manuskript. Er findet heraus, dass der Buchbinder und Verleger, der in den Sechzigern eine kleine Literatengruppe um sich geschart hat, des Mordes an einem der Schriftsteller beschuldigt, aber nie überführt werden konnte. Seine verwirrenden Aussagen zum Werk des ermordeten Schriftstellers wurden belächelt, lebten aber als Legenden weiter. Angeblich war der ermordete Schriftsteller in der Lage, Wirklichkeiten herbeizuschreiben und der Mord sollte ihn daran hindern, eine katastrophale Umdeutung der Wirklichkeit zu verfassen. Solange niemand das Werk des ermordeten Autors liest, geschieht nichts. Aber wehe, jemand liest sein letztes, verschollenes Manuskript &#8230;</p>



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			</item>
		<item>
		<title>Schreiben im Herbst</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/schreiben-im-herbst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Oct 2025 02:24:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://nathschlaeger.com/?p=734</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Wirklichkeit kann man ja zu jeder Jahreszeit schreiben, wenn man sich mal seine Routinen geschaffen hat. Und man kann überall schreiben, wenn man die Utensilien dabeihat und sich unabhängig macht von Ort und Werkzeugen. Also ich meine, man kann an einem See in den tiefen Wäldern Nordpolens sitzen und in ein Notizbuch schreiben oder ... <a title="Schreiben im Herbst" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/schreiben-im-herbst/" aria-label="Mehr Informationen über Schreiben im Herbst">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">In Wirklichkeit kann man ja zu jeder Jahreszeit schreiben, wenn man sich mal seine Routinen geschaffen hat. Und man kann überall schreiben, wenn man die Utensilien dabeihat und sich unabhängig macht von Ort und Werkzeugen. Also ich meine, man kann an einem See in den tiefen Wäldern Nordpolens sitzen und in ein Notizbuch schreiben oder in einem Stiegenhaus, mit dem Laptop auf dem Schoß. Man kann im Sommer in der größten Hitze schreiben und zusehen, wie einem der Schweiß von der Stirn direkt auf das Blatt Papier tröpfelt &#8211; hat auch was.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mag den Herbst besonders gerne. Die Monate September bis November, wenn sich das Wetter beruhigt hat, wenn es kühler wird, das Laub im Nebel leuchtet &#8211; das ist die Zeit, in der ich besonders gerne schreibe. Das ist die Jahreszeit, die ich am intensivsten mit dem Wort &#8222;Literatur&#8220; in Verbindung bringe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Herbst ist zum Lesen da und zum Schreiben. Es ist auch die Zeit, sich auf den Winter vorzubereiten, öfter zu Hause zu bleiben und das &#8222;Angesammelte&#8220; zu genießen; die Früchte der Ernte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich schreibe nun intensiver an meinem aktuellen Romanprojekt. Den Arbeitstitel habe ich von &#8222;<strong>Im September&#8220;</strong> in &#8222;<strong>Eine toskanische Geistergeschichte&#8220;</strong> geändert und ich glaube, unter diesem Titel werde ich es voraussichtlich nächstes Jahr im Frühjahr meinem Verleger anbieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Herbst einen Roman über unheimliche, über tragische und schöne Ereignisse in der Toskana zu schreiben, hat etwas vom wohligen Gefühl, sich eine Decke über die Schultern zu ziehen und an einer Tasse heißen Tee zu nippen, während draußen das Laub aus den Bäumen rieselt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Okay, es kann auch ein frisch gezapftes Bier sein &#8230;</p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/schreiben-im-herbst/">Schreiben im Herbst</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Das Jahr kippt</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/das-jahr-kippt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Sep 2025 17:14:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[reisen]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Klicke mich gerade durch ein paar Urlaubsfotos auf Instagram und denke: Irgendwo tanzt immer irgendjemand bis zum Morgengrauen. Ein gut aussehender Influencer postet Urlaubsbilder aus Jalé, Albanien, und das scheint der neue, heiße Scheiß zu sein. Drei Postings vorher war er in Opatia, das ist zwar alter Scheiß, aber immer noch gut, ähnlich wie Piran ... <a title="Das Jahr kippt" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/das-jahr-kippt/" aria-label="Mehr Informationen über Das Jahr kippt">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="640" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/04/frame-harirak-U_QwhZ7CDfs-unsplash-1024x640.jpg" alt="" class="wp-image-69" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/04/frame-harirak-U_QwhZ7CDfs-unsplash-1024x640.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/04/frame-harirak-U_QwhZ7CDfs-unsplash-300x188.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/04/frame-harirak-U_QwhZ7CDfs-unsplash-768x480.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/04/frame-harirak-U_QwhZ7CDfs-unsplash.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Klicke mich gerade durch ein paar Urlaubsfotos auf Instagram und denke: <em>Irgendwo tanzt immer irgendjemand bis zum Morgengrauen</em>. Ein gut aussehender Influencer postet <a href="https://www.instagram.com/p/DMVi2yBofrB/?utm_source=ig_web_copy_link&amp;igsh=MW9majc5MXhwbWl0OQ==">Urlaubsbilder aus Jalé, Albanien</a>, und das scheint der neue, heiße Scheiß zu sein. Drei Postings vorher war er in <a href="https://www.instagram.com/p/DOG7mkgDFLt/?utm_source=ig_web_copy_link&amp;igsh=cHVyZTY0YjRqcDNy">Opatia</a>, das ist zwar alter Scheiß, aber immer noch gut, ähnlich wie Piran in Slowenien. Draußen wirft der Wind Regen an die Scheiben; insgesamt tut der frühe Herbst der Seele gut, wie kühle Seide auf erhitzter Haut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, es herbstelt leise vor sich hin und das Wetter hatte die frühherbstliche Stille und Qualität, die sich sehr gut mit mildem Kaffee und frisch gezapften Bier verträgt. Die Weiterarbeit an meinem Romanprojekt <a href="https://nathschlaeger.com/september/" data-type="page" data-id="181">Im September</a> umkreise ich wie eine Katze eine Schüssel voll heißer Milch. Wie es weitergeht, weiß ich, habe aber wieder einmal das Gefühl, dass die reine Idee an und für sich nicht tragfähig genug ist, um einen Roman zu stützen. Ich vermute, ich erleide gerade wieder einen dieser literarischen Schwächeanfälle, die mich an allem zweifeln lassen. Geht mir eh bei jedem Romanprojekt so. Dabei ist es bei diesem Projekt ein wenig anders: Die Geschichte ist nicht handlungsgetrieben, sondern erkenntnisgetrieben. Es ist das &#8222;Wie&#8220;: Wie die Erkenntnisse eingefügt und erlebt werden, und was sie bei den beiden Protagonisten bewirken, deren einzige Verbindung die Trauer über den Tod geliebter Menschen ist. Und wie aus diesen Erkenntnissen für die beiden Senioren Lebensfreude wächst. Das mag zwar nur wenig aktionsgesteuert sein, kann aber doch auf sehr schöne Art funktionieren, wenn ich mich dazu durchringen könnte, endlich weiterzuschreiben, ich fauler Sack.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://nathschlaeger.com/die-elias-trilogie/" data-type="page" data-id="117">Elias-Trilogie</a> ist fertig, der dritte Band mit dem Titel <a href="https://nathschlaeger.com/totem/" data-type="page" data-id="311">Du bist der Totem</a> ist nun im Handel erhältlich und ich lade Euch alle ein, den dritten Band zu lesen, wenn Ihr schon <a href="https://nathschlaeger.com/du-warst-der-plan/" data-type="page" data-id="53">Du warst der Plan</a> und <a href="https://nathschlaeger.com/auf-dieser-frequenz/" data-type="page" data-id="49">Auf dieser Frequenz</a> gelesen habt. Begleitet Elias Mataanoui auf seiner Reise durch Afrika bis ins Nest von Le Fantom. Ich denke, die Trilogie schließt würdig ab und ist wirklich zu Ende erzählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anmerkung</strong>: <em>Für die Coverfotos war ursprünglich angedacht, Fotos von zwei Wiener Influencern zu verwenden, und zwar von zwei durchaus erfolgreichen Burschen namens Stefan und Elias, die für mich als Vorbilder für die beiden Hauptrollen der ersten beiden Romane Pate standen. Ich habe beide kontaktiert und sie darum ersucht, mir zu erlauben, je ein Foto von ihnen für die Umschlaggestaltung nutzen zu dürfen &#8211; mit Erklärung, worum es in den Romanen geht und wie groß, bzw. klein die zu erwartende Auflage sein wird.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ich habe bis heute von beiden keine Antwort erhalten</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Richard und mir steht für heuer noch eine Woche in Alicante an. Diesmal mit der Familie. Wieder in einem Privatquartier in der Altstadt, nahe beim Hafen und der Playa Postiguet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://static.guiarepsol.com/fichas-gr/media/thumbnails/filer_public/46/78/467838e1-aaa0-42f6-984a-ec57b852663c/playa_postiguet_y_pasarelaauor_javier_guijarro_1284x850_q75_middle.jpg" alt=""/></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://estaticos-cdn.prensaiberica.es/clip/89ab0669-2b7d-4a1b-a462-891712f243eb_woman-libre-1200_default_0_x2419y1684.webp" alt=""/></figure><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/das-jahr-kippt/">Das Jahr kippt</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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