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	<title>nathschlaeger - Peter Nathschläger</title>
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	<description>Ein Schriftsteller &#38; Herumtreiber</description>
	<lastBuildDate>Wed, 07 Oct 2026 09:59:20 +0000</lastBuildDate>
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	<title>nathschlaeger - Peter Nathschläger</title>
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		<title>Das Ende meines Privacy-Theaters</title>
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		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 12:22:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[IT]]></category>
		<category><![CDATA[Privacy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oder: Warum ich Big Tech nicht mehr verdamme Vor gut zwei Jahren hat es mich erwischt. Wer sich regelmäßig in Tech-Foren, auf Reddit oder in den einschlägigen Social-Media-Kanälen bewegt, kennt die Welle, die einen da erfassen kann. Das Narrativ ist ebenso simpel wie eindringlich: Big Tech ist der Feind. Deine Daten stehen kurz vor dem ... <a title="Das Ende meines Privacy-Theaters" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/das-ende-meines-privacy-theaters-warum-ich-big-tech-nicht-mehr-verdamme/" aria-label="Mehr Informationen über Das Ende meines Privacy-Theaters">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 class="wp-block-heading">Oder: </h5>



<h3 class="wp-block-heading">Warum ich Big Tech nicht mehr verdamme</h3>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/10/nguyen-phan-nam-anh-v6vxTvqeVuo-unsplash-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-1606" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/10/nguyen-phan-nam-anh-v6vxTvqeVuo-unsplash-1024x576.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/10/nguyen-phan-nam-anh-v6vxTvqeVuo-unsplash-300x168.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/10/nguyen-phan-nam-anh-v6vxTvqeVuo-unsplash-768x432.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/10/nguyen-phan-nam-anh-v6vxTvqeVuo-unsplash-1536x864.jpg 1536w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/10/nguyen-phan-nam-anh-v6vxTvqeVuo-unsplash-2048x1152.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor gut zwei Jahren hat es mich erwischt. Wer sich regelmäßig in Tech-Foren, auf Reddit oder in den einschlägigen Social-Media-Kanälen bewegt, kennt die Welle, die einen da erfassen kann. Das Narrativ ist ebenso simpel wie eindringlich: <em>Big Tech ist der Feind. Deine Daten stehen kurz vor dem Verkauf, die US-Regierung liest in deinen Einkaufszetteln mit, und wer noch Windows nutzt, hat die Kontrolle über seine digitale Souveränität verloren.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders faszinierend – und im Rückblick erschreckend überzeugend – ist dabei die Effizienz und Überzeugungskraft der selbsternannten Evangelisten der Datensicherheit. Es sind jene Akteure, die in Foren für jede neu aufpoppende Open-Source-Software sofort in die Bresche springen. Sie inszenieren sich rasend schnell als die neuen „Wissenden“, bieten wenig später passende Online-Kurse, Newsletter oder Consulting-Abos an und lassen sich in den Kommentarspalten als digitale Freiheitskämpfer huldigen. Zu diesem Ökosystem gehört auch die verbissene <em>Buy European</em>&#8211; und Digital-Sovereignty-Bewegung, die mit fast schon religiösem Eifer jede noch so kleine Nischen-IT-Lösung aus der EU sammelt, in langen Listen katalogisiert und als moralisch einzig vertretbare Alternative feiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als jemand, der sein Brot mit Worten und Inhalten verdient, ließ ich mich anstecken. Ich packte meinen digitalen Koffer und trat den großen Exodus an. Von Gmail zu mailbox.org, weiter zu soverin.net, Wegwerf-Adressen bei Posteo. Von Windows 11 zu Linux Mint. Von Microsoft Office zu LibreOffice. Von Onedrive zu Koofr. Ich war stolz. Ich war sicher. Ich war Teil der digitalen Avantgarde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute, zwei Jahre später, sitze ich an einem Windows-11-Rechner, tippe in Word und meine Mails fließen wieder sang- und klanglos über einen Microsoft Exchange Plan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bin ich geläutert zum Monopolisten zurückgekrochen? Habe ich vor den Datenkraken kapituliert? Nein. Ich habe schlicht gelernt, Theorie von Praxis zu unterscheiden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wenn der Datenschutz zum Nebenjob wird</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ernüchterung kam schleichend. Nicht, weil die Open-Source-Tools oder die europäischen Privacy-Mailanbieter schlecht wären.<sup></sup> Sie tun genau das, was sie versprechen. Das Problem liegt woanders: in den zahllosen kleinen Reibungsverlusten des Alltags.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn der Kalendersynchronisation über CalDAV auf dem Smartphone mal wieder das Handshake fehlschlägt, wenn App-Passwörter nach einem Update plötzlich nicht mehr akzeptiert werden oder Formatierungen im Romanmanuskript beim Export zu LibreOffice verrutschen, erzeugt das mentale Kosten. Aus der erhofften digitalen Freiheit wurde unbemerkt ein unbezahlter Nebenjob als Systemadministrator im eigenen Arbeitszimmer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Haushalt – inklusive eines Partners, der einfach nur möchte, dass E-Mails ankommen und Kalendereinladungen funktionieren – führt man nicht mit Ideologie, sondern mit Pragmatismus und Verlässlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt eine ästhetische Komponente, die man in der Tech-Welt gerne als Nebensächlichkeit abtut: Design und User Experience sind keine Dekadenz. Wenn Interfaces wie ein Relikt aus dem Jahr 2008 aussehen und der Workflow hakelig ist, macht das Arbeiten schlicht keinen Spaß.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Threat Model und die Realität</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In der IT-Sicherheit gibt es das Konzept des <em>Threat Models</em> – die nüchterne Frage: <em>Vor wem genau schütze ich mich eigentlich?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, ein europäischer Nischenanbieter schützt meine Anonymität vor Datenanalysen besser als ein US-Konzern. Aber interessiert sich die NSA wirklich für meine Budget-Excels und Buchkapitel? Wohl kaum. Eine weitere Sicherheitsebene ist meine eigene Domain: Wenn es mir bei einem Provider nicht mehr passt, packe ich den ganzen Krempel und zieh um.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich im Alltag dagegen real bedroht, sind Phishing-Mails, Ransomware, Hardware-Defekte oder ganz banal meine eigene Schludrigkeit beim Löschen von Dateien. Und genau hier schlagen die Milliarden-Budgets der Tech-Giganten den kleinen Nischenanbieter um Längen. Die ausgeklügelten Threat-Intelligence-Systeme, die automatische Versionierung in OneDrive und die nahtlose Zwei-Faktor-Authentifizierung schützen mich vor den echten Gefahren meines digitalen Lebens verlässlicher als jedes manuell zurechtgefrickelte Setup.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kein Urteil, aber ein Appell an die Nische</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich ziehe aus diesen zwei Jahren keine finale Bilanz im Sinne von „A ist gut, B ist böse“. Ich werde der Letzte sein, der eine pauschale Empfehlung abgibt. Für wen die kompromisslose Datenanonymität oberste Priorität hat und wer Freude am Basteln mitbringt, für den sind Linux, Nextcloud und europäische Mailprovider ein Segen.<sup></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich habe einen dringenden Wunsch an die europäische Privacy-Szene, die Europafetischisten und die selbsternannten Sicherheitsevangelisten: <strong>Hört auf, euch an der nerdigen Nische abzuarbeiten, und investiert endlich in Usability.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Alltagsnutzer wechselt nicht die Plattform, weil er ein 50-seitiges Manifest über End-zu-End-Verschlüsselung gelesen hat oder weil eine Software aus Europa stammt. Und die Sirenengesänge der Hauptberufsevangelisten verlieren auch ihre Wirkung, wenn man bis zwei in der Früh irgendein verschissenes YAML anpasst. Er bleibt dort, wo Dinge verlässlich, schön und mühelos funktionieren. Solange europäische Alternativen auf Bastelei, spröde Interfaces und anfällige Standards setzen, bedienen sie nur eine Besserwisser-Bubble – und überlassen den Rest der Welt kampflos den Giganten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe für mich einen pragmatischen Mittelweg gefunden: Die tägliche Arbeit läuft über die Werkzeuge, die mir den Rücken freihalten und Freude machen. Und für das gute Gefühl der absoluten Souveränität läuft im Nebenzimmer noch immer mein eigener kleiner Linux-Server mit einer Nextcloud als unerschütterliches Hauptbackup.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist kein Verrat an den eigenen Idealen. Es ist schlicht das Wiedererlangen von Lebenszeit.</p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/das-ende-meines-privacy-theaters-warum-ich-big-tech-nicht-mehr-verdamme/">Das Ende meines Privacy-Theaters</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Ramos</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/ramos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 13:28:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Woran ich gerade arbeite: Ich schreibe gerade die beiden letzten Kapitel meines neuen Romans, der den Arbeitstitel &#8222;ARMAS RAMOS&#8220; hat. Den Titel, den ich mir wirklich aussuchen werde, veröffentliche ich hier, sobald ich das mit dem Verlag abgeklärt habe. Mit diesem Roman greife ich noch einmal das tragische Schicksal von Elias Mataanoui auf, meinen Helden ... <a title="Ramos" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/ramos/" aria-label="Mehr Informationen über Ramos">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="632" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/08/vesky-JnVWJryxa4U-unsplash-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-1501" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/08/vesky-JnVWJryxa4U-unsplash-1024x632.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/08/vesky-JnVWJryxa4U-unsplash-300x185.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/08/vesky-JnVWJryxa4U-unsplash-768x474.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/08/vesky-JnVWJryxa4U-unsplash-1536x947.jpg 1536w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/08/vesky-JnVWJryxa4U-unsplash-2048x1263.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Woran ich gerade arbeite: Ich schreibe gerade die beiden letzten Kapitel meines neuen Romans, der den Arbeitstitel &#8222;ARMAS RAMOS&#8220; hat. Den Titel, den ich mir wirklich aussuchen werde, veröffentliche ich hier, sobald ich das mit dem Verlag abgeklärt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Roman greife ich noch einmal das tragische Schicksal von Elias Mataanoui auf, meinen Helden aus der <a href="https://nathschlaeger.com/die-elias-trilogie/">Elias-Trilogie</a>. Verfasste ich mit der Trilogie die Innenansicht seiner Erlebnisse, gehe ich nun nach außen und beschreibe im neuen Roman, wie die Ermordung von Elias auf Gran Canaria im Herbst 2025 von außen wahrgenommen wird, welche Ermittlungen sie nach sich zieht und welche kriminellen Kräfte wirklich dahinter stecken. Die Elias-Trilogie war eine Mischung aus magischem Realismus und &#8222;Owl Creek Bridge&#8220; Erzählung. Der neue Roman gehört zum Genre <em>Noir Thriller</em> und <em>Hardboiled Crime Fiction</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei fließen Nebenhandlungen ein, die mir eine Tür zu einer Fortsetzung aufmachen. Im neuen Roman baue ich maßgeblich die Rolle von Alexis Armas Ramos aus. Inspiriert haben mich zu dem neuen Tonfall vor allem <a href="https://www.donwinslow.com/">Don Winslow</a> und <a href="https://www.michaelconnelly.com/">Michael Connelly</a>. Geplant ist es noch nicht wirklich, aber ich behalte mir die Option, eine Krimiserie um einen schwulen Mordermittler zu beginnen; eine Figur, ähnlich wie <a href="https://www.lovelybooks.de/autor/Leonardo-Padura/reihe/Mario-Conde-in-Reihenfolge-1114897703/">Leonardo Paduras Mario Condé</a>. Kein &#8222;Whodunits&#8220; sondern Kriminalfälle, eingebettet im Betrachtungen darüber, wo Ideale von Lebenswirklichkeiten abweichen. Das Konzept für den nächsten Ramos-Roman steht soweit und über die Ausarbeitung denke ich dann im Spätherbst nach.</p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/ramos/">Ramos</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Außerirdische Gedanken</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/ausserirdische-gedanken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 15:11:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jetzt habe ich mir die 1. Staffel der Apple TV Serie Infiltration angesehen. Optisch ist die SF-Serie ganz reizvoll und auch die Einzelschicksale sind gut erzählt und schön divers: Und ja, es gibt Außerirdische, die zur Erde kommen, scheinbar unkoordiniert herniederprasseln und dann in wüsten Horden als merkwürdige, kugelfischähnliche Geschöpfe auf merkwürdigen, sich herausstülpenden Tentakeln ... <a title="Außerirdische Gedanken" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/ausserirdische-gedanken/" aria-label="Mehr Informationen über Außerirdische Gedanken">Weiterlesen</a></p>
<p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/ausserirdische-gedanken/">Außerirdische Gedanken</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/michael-herren-qrysiGC3sFY-unsplash-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-1428" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/michael-herren-qrysiGC3sFY-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/michael-herren-qrysiGC3sFY-unsplash-300x200.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/michael-herren-qrysiGC3sFY-unsplash-768x512.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/michael-herren-qrysiGC3sFY-unsplash-1536x1024.jpg 1536w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/michael-herren-qrysiGC3sFY-unsplash-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt habe ich mir die 1. Staffel der Apple TV Serie <a href="https://tv.apple.com/de/show/infiltration/umc.cmc.70b7z97fv7azfzn5baqnj88p6" target="_blank" rel="noopener" title="">Infiltration</a> angesehen. Optisch ist die SF-Serie ganz reizvoll und auch die Einzelschicksale sind gut erzählt und schön divers:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eine zerfallende Ehe mit Kindern, die mehr unter der Spannung der Eltern leiden als unter dem Chaos, das sie nicht verstehen</li>



<li>Sam Neil als Sheriff einer Kleinstadt, der zuerst in die Pension und dann in den Tod und aus der Serie spaziert</li>



<li>Eine lesbische Liebesbeziehung zwischen einer Astronautin und einer Kommunikationsexpertin der <a href="https://global.jaxa.jp/" target="_blank" rel="noopener" title="">JAXA</a></li>



<li>Eine Klasse widerspenstiger Schulkinder in England, die nach einem Busunglück auf einmal auf sich allein gestellt sind</li>



<li>Ein Navyseal, der nach einem vernichtenden Angriff der Aliens überlebt und sich auf die beschwerliche Reise nach Hause macht</li>



<li>Aus der oben genannten Klasse ein (natürlich) hübscher blonder Junge, der mit den Außerdischen irgendwie über Telepathie in Kontakt treten kann, wenn er einen epileptischen Anfall hat</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Und ja, es gibt Außerirdische, die zur Erde kommen, scheinbar unkoordiniert herniederprasseln und dann in wüsten Horden als merkwürdige, kugelfischähnliche Geschöpfe auf merkwürdigen, sich herausstülpenden Tentakeln blitz geschwind fortbewegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und damit hat mich die Serie sozusagen hochkant rausgeworfen, denn diese Eroberungsängste der Menschen, die sich oft und gerne in eskapistischen Endzeitszenarien entladen, gehen mir wirklich schon sonstwohin. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Liste an SF-Spektakeln über Erstbegegnungen, in denen die Erde überfallen wird, ist endlos und im Grunde genommen sind das alles ja nur Aufarbeitungen aus unterschiedlichen Perspektiven, wie die Menschheit mit sich selbst umgeht. was sie zulässt und was sie ertragen muss. Und am Anfang der SF war das ja auch reizvoll, wenn ein Ray Bradbury die Mars-Chroniken schrieb und tollkühne Männer in rasselnden Raketen zur Venus reisten, um dort Dschungel und wunderschöne Frauen zu finden und zu retten. Aber allerspätestens seitdem <a href="https://presseportal.zdf.de/biografien/uebersicht/lesch-prof-dr-harald" target="_blank" rel="noopener" title="">Prof. Harald Lesch</a> im Fernsehen auftritt und hoch komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich näherbringt, sollte jedem SF-Liebhaber klar sein: Diese Endzeitszenarien sind gequirlte Scheiße.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir kennen, soweit ich das verstanden habe, nur einen bewohnten Planeten, und das ist die Erde. Hier leben wir und wir haben bis jetzt sehr viel darüber in Erfahrung gebracht, warum wir hier sind und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Leben hervorzubringen</li>



<li>Eine Spezies über die anderen zu heben</li>



<li>Eine Zivilisation entstehen zu lassen</li>



<li>Sich nicht selbst umzubringen und damit im großen Filter hängen zu bleiben</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man davon ausgeht, dass überall im Universum dieselben Naturgesetze anwendbar sind, und es gibt bislang nicht den Hauch eines Beweises dafür, dass es anderswo irgendwie anders läuft, kann man getrost davon ausgehen, dass das Leben nicht nur hier, sondern überall im Universum planetengebunden sind. Die paradoxe Frage, die man das Fermi-Paradoxon nennt (Wo sind sie dann alle), kann man einfach beantworten: Zu Hause. Das Universum ist kalt und leer und extrem tödlich. Und wenn eine Zivilisation smart genug ist, sich soweit zu entwickeln, ins All vorzustoßen, dann sind sie auch smart genug, es bleiben zu lassen. Bis auf den kindischen Wunsch, &#8222;es wissen zu wollen&#8220; gibt es keinen praktischen Grund, die Risiken und Kosten (nicht allein die finanziellen) aufzuwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es irgendwo einen Planeten gibt, auf dem sich eine Spezies so weit entwickeln kann, dass sie zur Zivilisation reift, dann werden sie höchstwahrscheinlich erst dann so weit sein, in die Tiefen des Alls vorzudringen, wenn sie ihre eigenen Probleme gemeistert haben, denn interplanetare Reisen erfordern planetare Ressourcen, Zusammenarbeit und einen Paradigmenwechsel weg von kleingärtnerisch-völkischen und hin zum Erforscher des Alls. Wenn es eine solche Zivilisation gibt, und die kommt aus einem Sonnensystem, das unserem ähnlich ist (Sonne im Alter unserer Sonne im Verhältnis zum Alter des Planeten, der diese Sonne umkreist und Leben ermöglicht), dann fallen schon mal einige wesentliche Eroberungsgründe weg. Sie wissen, wo sie Wasser herbekommen und Sauerstoff, Rohstoffe in nahezu unendliche Menge und meinetwegen auch Helium 3 im Regolith ihres Mondstaubes. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn sie die Technik haben, die wirklich argen Entfernungen im Weltall zu durchdringen, zum Beispiel in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Generationenraumschiff" target="_blank" rel="noopener" title="">Generationenraumschiffen</a>, die sich mit einem nicht unerheblichen Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit bewegen, ja und dann kommen sie zufällig hier an (denn woher sollen sie bei einer Entfernung von 100 Lichtjahren wissen, dass es uns hier gibt?) &#8211; ja, dann stürzen die ab, legen Bruchlandungen hin? Und wenn sie es schaffen, heil anzukommen, dann schicken sie einzelne Jäger los, um Leute in Bauernhäusern zu erschrecken und Kinder durch finstere Keller zu jagen? Echt jetzt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da war das Konzept von Emmerichs <a href="https://www.imdb.com/de/title/tt0116629/" title="">Independence Day</a> noch halbwegs schlüssig, dass die in ihren titanischen Raumschiffen über Städten schweben und einen koordinierten Angriff durchführen. Wobei der Hintergrund, dass es um Ressourcen geht, schon wieder den Film über sich selbst stolpern lässt: Das ganze Scheißuniversum ist voll mit allem, was eine Zivilisation braucht, um weiterzumachen. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wasser</li>



<li>Wasserstoff</li>



<li>Sauerstoff</li>



<li>Eisen</li>



<li>Schwefel</li>



<li>Helium</li>



<li>&#8230;</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Da muss man nicht die Mühen eines Fluges quer durch eine Galaxie auf sich zu nehmen, um dann vielleicht auf einer besiedelten Welt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Krieg_der_Welten" target="_blank" rel="noopener" title="">an Masern oder Keuchhusten elend zu sterben</a>. Und noch einmal: Ich gehe davon aus, dass eine Zivilisation erst dann in der Lage ist, interstellar zu reisen, wenn sie zumindest ihre eigenen Scharmützel überwunden haben und die Energie ihrer Sonne einfangen können &#8211; im großen Stil. Und konsequent zu Ende gedacht ist dann auch wieder Schluss, denn die Ressourcen des eigenen Sonnensystems bestmöglich nutzen zu können, schützt und hegt eine Zivilisation, sodass eine Reise zu den Sternen außerhalb des eigenen Systems widersinnig und töricht erscheinen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/ausserirdische-gedanken/">Außerirdische Gedanken</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Paralleluniversum</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/paralleluniversum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2026 17:12:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor etwa einem Jahr habe ich einen journalistischen Artikel über Selbstmorde und tragische Schicksale in der K-Pop-Welt gelesen. Wie die jungen Stars der diversen Boybands durch Management, Fans und die Hohepriester der Fans so unter Druck gesetzt werden, wie bestellt zu funktionieren, dass manche der jungen, schönen und talentierten Stars in die Drogen- und Alkoholsucht ... <a title="Paralleluniversum" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/paralleluniversum/" aria-label="Mehr Informationen über Paralleluniversum">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/jordan-hopkins-oUWb7dwWxpA-unsplash-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-1420" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/jordan-hopkins-oUWb7dwWxpA-unsplash-1024x576.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/jordan-hopkins-oUWb7dwWxpA-unsplash-300x169.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/jordan-hopkins-oUWb7dwWxpA-unsplash-768x432.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/jordan-hopkins-oUWb7dwWxpA-unsplash-1536x864.jpg 1536w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/07/jordan-hopkins-oUWb7dwWxpA-unsplash-2048x1152.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor etwa einem Jahr habe ich einen journalistischen Artikel über Selbstmorde und tragische Schicksale in der K-Pop-Welt gelesen. Wie die jungen Stars der diversen Boybands durch Management, Fans und die Hohepriester der Fans so unter Druck gesetzt werden, wie bestellt zu funktionieren, dass manche der jungen, schönen und talentierten Stars in die Drogen- und Alkoholsucht abdriften oder ihrem Leben ein Ende setzen. Fans rotten sich zu Kollektiven zusammen, die die Kommunikationsmöglichkeiten des Internets nutzen, um sich über ihre Favoriten (die Objekte ihrer Begierden) auszutauschen. Die sich daraus entwickelnden Trends werden von den Bandmanagern, der Musikindustrie und Marketinganalysten genau beobachtet, und jedes Detail fließt in das Styling, die Kleidung, die Frisuren, die Tanzchoreographie, den Gesamtauftritt der Musiker und Bands ein. Sie sprechen nicht ein bestimmtes Publikum an, sondern werden durch ihr Publikum geformt wie Plastilin. Der idealistische Musiker, der &#8222;seine&#8220; Musik macht, ist eine ferne Erinnerung, eine Geste aus der Vergangenheit. Die Mischung aus jungenhafter Unschuld, Lack &amp; Leder Laszivität, beckenzuckender Tanzschritte &#8211; all das scheint von wildgewordenen KIs aus den Postings in den Foren zusammengestellt zu sein. Entmenschlicht aber funktionell. Wichsvorlagen für Mädchen und Jungs. Tanzende Sexpuppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ähnlichen Mechanismen entwickelt sich seit einigen Jahren vor allem durch und wegen der Selfpublisherszene ein ähnliches Instrumentarium, das den Schriftsteller vom kreativen Freigeist der &#8222;im Schreiben wohnt&#8220; zum Erfüllungsgehilfen transformiert. Bei genauerer Beobachtung zeigt sich eine abgestufte Entwicklung, an deren Ende eine sich selbst befriedigende Blase pulsiert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Autoren, die von etablierten Verlagen abgelehnt werden, suchen Alternativen:
<ul class="wp-block-list">
<li>Book on Demand</li>



<li>Print on Demand</li>



<li>Druckkostenzuschussverlage</li>



<li>Selbstverlag</li>
</ul>
</li>



<li>Der Selbstverlag wird über BOD oder POD realisiert</li>



<li>Als Selbstverleger muss man entweder Verlagsaufgaben selbst erledigen oder beauftragen, was erhebliche Kosten nach sich zieht:
<ul class="wp-block-list">
<li>Korrektorat</li>



<li>Lektorat</li>



<li>Marketing</li>



<li>Zielgruppenanalyse</li>



<li>Umschlaggestaltung</li>



<li>Drucksatz</li>



<li>Kommunikation</li>
</ul>
</li>



<li>Daraus ergeben sich Berufsgruppen, die direkt an Selfpublisher andocken und im Wesentlichen nicht mehr sind, als Schlangenöl und Globuli, mit denen sich Geld verdienen lässt:
<ul class="wp-block-list">
<li>Buchblogger (oft ehrenamtlich, aus Liebe zur Sache, aber auch durchaus in dem Bewusstsein, Macht auszuüben)</li>



<li>Korrektorat, Lektorat</li>



<li>Neue Dienstleistungen wie zB Sensitivity Reader, die Manuskripte nach &#8222;problematischen&#8220; Inhalten, triggernden Details uä durchforsten. Also die Esoteriker der parallelen Bücherwelt</li>



<li>Triggerwarnung-Texter</li>
</ul>
</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Speziell auf <a href="https://www.instagram.com/popular/bookstagram/?hl=de" target="_blank" rel="noopener" title="">Instagram</a> und <a href="https://www.threads.com/search?q=autorenthreads&amp;serp_type=tags" target="_blank" rel="noopener" title="">Threads</a> hat sich eine Blase etabliert, in der sich die Praxis durchsetzt, dass Autoren ihre Werke nach den Interessen der Leser zu formen haben, und zwar bis in kleinste Details hinein. Dienstleister also und keine freien Künstler, die sich angepasst und erfüllungsbereit zu zeigen haben. Vertreten werden diese Leser*Innenkollektive durch die Hohepriester der Selfpublisherblase, die Buchblogger, deren Urteile unter Autoren gefürchteter sind, als die Kritiken in etablierten Magazinen und Zeitungen. Das führt unter anderem dazu, dass die Rezensionen auf Blogs und Verkaufsplattformen ähnlich belanglos sind, wie die Bücher, die besprochen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das alles reduziert Schriftsteller zumindest in dieser Blase zu einfachen Dienstleistern, der sich den Wünschen der Leser zu beugen haben und Bestellungen abzuarbeiten. Dass es soweit kommen konnte, liegt vor allem an der Eitelkeit der Schriftsteller, die der Meinung sind, jeder Hirnfurz, den sie von sich geben, sei eine druckreife Meisterleistung. Daran, dass etablierte Verlage da eben nicht mit spielen. Und daran, dass diese sich selbst befruchtende Blase aus Autoren, Bloggern, Lesern und New-Job-Service-Anbieter einander pushen, bedingen, sich gegenseitig rauf- und runterschreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Blase ist durch und durch vergiftet, selbstzerstörerisch, bösartig, kindisch und dumm. Ich meine, in diesem Biotop geben Schriftsteller damit an, zehn Bücher im Jahr schreiben zu können, sie selbst zu korrigieren, zu verlegen und zu bewerben. Wie geht das? Und warum ist diese &#8222;Wortleistungsfähigkeit&#8220; für scheinbar professionelle Autoren so bedeutsam? Warum bezeichnen sich diese Selfpublisher als marginalisiert, wenn sie selbst die finanziellen Mittel aufbringen, um ihre Werke auf den Markt zu bringen? Wozu braucht es auf einmal Triggerwarnungsberater?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist das alles reine Koketterie mit der Tatsache, dass all diese sich gegenseitig bestätigenden Contentmanager von Schriftstellerei nichts mehr wissen und sich an den vereinbarten Werten der Profis festhalten: Produktivität und Fleiß. Dass ein großer Teil des notwendigen Fleißes, den es braucht, um derart produktiv zu sein, auf KI-Tools abgewälzt wird, strömt diesen lieblos zusammengeschusterten Machwerken aus allen Seiten und Sätzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So wird der Schriftsteller zum Dienstleister, und der Dienstleister zum Contentmanager, der einer KI Prompts in den Rachen wirft, um sich auf #bookstagram und #threads als Schriftsteller zu präsentieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir ist diese Szene fremd und fern und ich habe sie nur deshalb wahrgenommen, weil sie schamlos um sich greift und Platz einnimmt, vielleicht sogar einen Paradigmenwechsel herbeizuführen versucht, was als Literatur zu gelten hat und wem die Deutungshoheit zu überantworten ist. Gut, man muss sich ja nicht auf Socialmedia herumtreiben und Zeit vergeuden und mit diesen Leuten diskutieren &#8211; allein schon, weil es sinnlos ist, mit jemanden zu debattieren, für den Meinungen gleichberechtigt im Diskurs neben Fakten stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich meine, Schriftsteller sollen keine Dienstleister sein, sondern fieberträumende Erzähler, die im Schreiben leben und darin auch ihren Lohn finden.</p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/paralleluniversum/">Paralleluniversum</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Der Motorradfahrer</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/der-motorradfahrer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 17:15:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://nathschlaeger.com/?p=1406</guid>

					<description><![CDATA[<p>Manchmal denke ich darüber nach, was mich triggert, weil ich das Gefühl habe, dass mich gar nichts triggern kann. Klingt komisch? Ist aber so. Und doch gibt es Momente, Erinnerungen und Träume, die in mir etwas auslösen, und das Allermeiste davon ist positiv. Ein paar dieser Trigger möchte ich hier aufschreiben. Ein Traum, der mit ... <a title="Der Motorradfahrer" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/der-motorradfahrer/" aria-label="Mehr Informationen über Der Motorradfahrer">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/06/motorrad-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-1407" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/06/motorrad-1024x683.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/06/motorrad-300x200.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/06/motorrad-768x512.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/06/motorrad-1536x1024.jpg 1536w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/06/motorrad-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal denke ich darüber nach, was mich triggert, weil ich das Gefühl habe, dass mich gar nichts triggern kann. Klingt komisch? Ist aber so. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und doch gibt es Momente, Erinnerungen und Träume, die in mir etwas auslösen, und das Allermeiste davon ist positiv. Ein paar dieser Trigger möchte ich hier aufschreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Traum, der mit schöner Regelmäßigkeit meinen Schlaf berührt, ist der, in dem ich Motorrad fahre. Um das ein wenig zurechtzurücken: Ich selbst bin in meinem Leben noch nie Motorrad gefahren. Als Sozius durfte ich als halbwüchsiger Lehrling bei meinem Gesellen auf der Moto Guzzi 850 Le mans II mitfahren. Das war auch das erste Motorrad mit Kardanwelle statt Kette, das ich je gesehen habe und das Ding ging wie Sau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später, in Biedermannsdorf, als ich siebzehn oder achtzehn Jahre alt war, standen wir halbwilden Jungs oft abends beim Kirchenpark in Biedermannsdorf zusammen und fast jeder dort hatte eine Sachs Optima, eine Vespa oder eine Zündapp.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In meinem Traum habe ich ein Motorrad und ich habe kein Alter. Im Traum nehme ich mich weder als besonders jung noch als besonders alt wahr, ich bin einfach da und habe ein Motorrad. Es ist mein Geheimnis. Niemand weiß, dass ich es habe, und ich weiß, dass seine Existenz davon abhängt, das Geheimnis zu wahren. Es würde einfach verschwinden, sich in Luft auflösen. Im Traum fahre ich auf diesem Motorrad durch eine meist dunkle und herbstliche Landschaft, die mich rückblickend ein wenig an das Setting der Twilight-Filmserie erinnert. Es ist ein schwarzes, gut eingefahrenes Motorrad, nicht besonders stark, bestenfalls so um die 500 ccm. Ich habe keine Angst, wenn ich es fahre. Es schmiegt sich an mich an, als wolle es mit mir zu einer Einheit verwachsen. Nein, falsch, ich spüre einen Hauch von Angst, aber der macht das Gefühl so echt und das Wohlgefühl erst wirklich greifbar. So, als ob ich etwas Wundervolles mache und weiß, dass es mir eigentlich verboten ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fahre durch eine bewaldete Straße und fühle mich frei, geradezu ungebührlich frei und losgelöst von Verpflichtungen, Bedenken und Sorgen. Die Landschaft ist mir vertraut, obwohl ich sie weder kenne noch benennen kann. Ich weiß nur, dass ich in der Nähe von einem Zuhause bin, das ich ebenfalls nicht benennen kann. Manchmal ist es das Haus meiner Eltern, manchmal ist es das Haus, in dem Richard und ich leben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich trage immer einen Motorradhelm mit Vollvisier, eine Lederjacke mit Schnallen und Zippverschlüssen und eine Jeans. Der Traum löst in mir eine melancholische Sehnsucht aus, die mich komischerweise mit Freude erfüllt, so, als würden alle offenen Fäden des Universums sich zu einem einzigen, gewaltigen, dröhnenden Orgelton zusammenzurren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann den Traum nicht erzwingen, so wie ich nichts erzwingen kann, was mich triggert. Diese Träume kommen und gehen und folgen eigenen Gezeiten und ich habe gelernt, das zuzulassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, obwohl es ein dunkler Traum ist, in fast monochromen Farben, löst er in mir eine zufriedene Heiterkeit aus, das Gefühl, ganz bei mir zu sein und etwas zu tun, dem ich mich zutiefst verbunden fühle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich aus diesem Traum erwache, versuche ich, ihn festzuhalten, aber Träume haben nun mal die Konsistenz von Morgennebel, der sich rasch auflöst. Auch das macht mich nicht traurig; es fügt sich so, wie es sich fügen muss. Übrig bleibt das halbherzige Vorhaben, mir irgendwann einmal ein Motorrad zu kaufen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das habe ich bislang nicht getan und ich befürchte, das ich es auch nie tun werde. </p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/der-motorradfahrer/">Der Motorradfahrer</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Mehr Geschichte</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/mehr-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 10:53:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was mir gerade bei der Arbeit an meinem neuen Roman geschieht: Ich habe die Geschichte vor Augen, ich weiß, wie ich sie erzählen will und in welcher Tonlage. Aber auf einmal genügt mir das nicht. Durch die Einflechtung von Nebensträngen tun sich Handlungsmöglichkeiten auf, die auf den ersten Blick unglaublich reizvoll sind, jedoch die Gefahr ... <a title="Mehr Geschichte" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/mehr-geschichte/" aria-label="Mehr Informationen über Mehr Geschichte">Weiterlesen</a></p>
<p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/mehr-geschichte/">Mehr Geschichte</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="669" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/04/foad-roshan-81HETrGh8dc-unsplash-1024x669.jpg" alt="" class="wp-image-1189" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/04/foad-roshan-81HETrGh8dc-unsplash-1024x669.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/04/foad-roshan-81HETrGh8dc-unsplash-300x196.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/04/foad-roshan-81HETrGh8dc-unsplash-768x502.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/04/foad-roshan-81HETrGh8dc-unsplash-1536x1004.jpg 1536w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/04/foad-roshan-81HETrGh8dc-unsplash-2048x1338.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mir gerade bei der Arbeit an meinem neuen Roman geschieht: Ich habe die Geschichte vor Augen, ich weiß, wie ich sie erzählen will und in welcher Tonlage. Aber auf einmal genügt mir das nicht. Durch die Einflechtung von Nebensträngen tun sich Handlungsmöglichkeiten auf, die auf den ersten Blick unglaublich reizvoll sind, jedoch die Gefahr in sich bergen, die Geschichte zu fragmentieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, ich kann die Elemente einflechten, um den Nebenhandlungen mehr Bedeutung zu geben, frage mich aber auf der anderen Seite, inwiefern dies der gesamten Geschichte nutzt und welchen Mehrwert es bieten könnte, sie einzuflechten. Bislang habe ich ein Mordopfer (und dessen Geschichte allein ist schon recht tragfähig) und einen Mordermittler, einen Einbruch in zwei Hotelsuiten, bei denen zwar die Tresore in den Suiten geöffnet wurden, jedoch nichts gestohlen. Ich habe die Geschichte um zwei sehr unterschiedliche Polizisten, deren Wege sich kreuzen und einen Verbrecher, der mehr ein Getriebener seiner eigenen Kopflosigkeit ist, als ein echter Krimineller. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich habe zwei Handlanger des unglücklichen Verbrechers, die das Potenzial haben, so richtig Unheil zu stiften. An und für sich ist das genug, um eine runde Kriminalgeschichte im Stil des <em>Novel Noir</em> zu erzählen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>Zusammenfassend könnte man sagen, dass der roman noir sich dadurch auszeichnet, dass er keine scherenschnittartigen Trennungen zwischen Gut und Böse vorstellt, sondern die Grauzone zwischen Gut und Böse, zwischen Schuld und Unschuld, zwischen individueller und kollektiver Verantwortung erforscht.<sup><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Roman_noir#cite_note-4">[4]</a></sup> Darauf weist Jean-Patrick Manchette, einer der genauesten Kenner des amerikanischen und französischen Roman noir hin, wenn er diesen als „die große moralische Literatur unserer Zeit“ bezeichnet</em>. (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Roman_noir">https://de.wikipedia.org/wiki/Roman_noir</a>)</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Würde ich die Nebenstränge verdichten und ausbauen, führte mich das weg vom angestrebten Erzählmodus und hin zu einem eher epischen Don Winslow Stil, dessen Schuhe mir noch ein Stück zu groß sind.  Aber gut, ich werde es mal so machen, wie ich es immer mache &#8211; ich lasse es fließen und wenn ich ans Überarbeiten gehe, setze ich den Rotstift an &#8230;</p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/mehr-geschichte/">Mehr Geschichte</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Armas Ramos</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/armas-ramos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 18:24:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich die Arbeit am dritten Band der Elias-Trilogie beendet hatte, war mir bewusst, dass ich die Trilogie zwar abgeschlossen, die Geschichte aber noch nicht fertig erzählt hatte. Nicht ganz. Für mich war noch ein wesentlicher Teil offen, nämlich an der Bruchstelle zwischen dem, was Elias in seiner Owl Creek Bridge Geschichte erlebte, und dem, ... <a title="Armas Ramos" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/armas-ramos/" aria-label="Mehr Informationen über Armas Ramos">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="681" height="1024" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/ARMAS-RAMOS-681x1024.png" alt="" class="wp-image-1378" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/ARMAS-RAMOS-681x1024.png 681w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/ARMAS-RAMOS-199x300.png 199w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/ARMAS-RAMOS-768x1155.png 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/ARMAS-RAMOS.png 997w" sizes="auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich die Arbeit am dritten Band der <a href="https://nathschlaeger.com/die-elias-trilogie/" data-type="page" data-id="117">Elias-Trilogie</a> beendet hatte, war mir bewusst, dass ich die Trilogie zwar abgeschlossen, die Geschichte aber noch nicht fertig erzählt hatte. Nicht <em>ganz</em>. Für mich war noch ein wesentlicher Teil offen, nämlich an der Bruchstelle zwischen dem, was Elias in seiner <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/An_Occurrence_at_Owl_Creek_Bridge">Owl Creek Bridge Geschichte</a> erlebte, und dem, was <em>wirklich</em> geschah. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn: Elias gab es wirklich, auch außerhalb des Erzählraums, in den ich ihn gesetzt hatte. Stefan ebenso und auch den Ermittler des Morddezernats Alexis Cristobal Armas Ramos. Der tauchte schon in früheren Geschichten von mir auf, genauer gesagt in <a href="https://nathschlaeger.com/die-inseln-im-westen/" data-type="page" data-id="104">Die Inseln im Westen</a> und in <a href="https://nathschlaeger.com/coda-der-letzte-tanz/" data-type="page" data-id="94">CODA- der letzte Tanz</a>. Ich mag den Kerl einfach und finde, er hat einen ganzen Roman verdient. Außerdem will ich ergründen, was wirklich mit Elias geschah &#8211; außerhalb der Geschichte in der Trilogie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, ich fliege nochmal nach Gran Canaria und schau mal, ob Armas Ramos den Mord an Elias aufklären kann &#8211; und wie er das macht. Von der Stimmung stelle ich mir das vor wie die <a href="https://www.lovelybooks.de/autor/Leonardo-Padura/reihe/Mario-Conde-in-Reihenfolge-1114897703/">Conde-Romane</a> von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Leonardo_Padura">Leonardo Padura</a>. Weniger Krimi als ein Stimmungs- und Sittenbild.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/armas-ramos/">Armas Ramos</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wege zum Jazz</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/wege-zum-jazz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 15:35:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[jazz]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich fünfzehn Jahre alt war und mit meinen Eltern in ein Haus in Biedermannsdorf zog, südlich von Wien, lernte ich die ziemlichen coolen Lugerbauer-Brüder kennen, die um einen Hauch älter waren, als ich. Alfred Lugerbauer studierte Gitarre an der Uni Wien, soviel ich weiß, und er liebte Mike Oldfield; hatte aber auch schon einen ... <a title="Wege zum Jazz" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/wege-zum-jazz/" aria-label="Mehr Informationen über Wege zum Jazz">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/valentin-karisch-HRC-JzXEy1w-unsplash-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-1124" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/valentin-karisch-HRC-JzXEy1w-unsplash-1024x681.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/valentin-karisch-HRC-JzXEy1w-unsplash-300x200.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/valentin-karisch-HRC-JzXEy1w-unsplash-768x511.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/valentin-karisch-HRC-JzXEy1w-unsplash-1536x1022.jpg 1536w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/valentin-karisch-HRC-JzXEy1w-unsplash-2048x1363.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich fünfzehn Jahre alt war und mit meinen Eltern in ein Haus in Biedermannsdorf zog, südlich von Wien, lernte ich die ziemlichen coolen Lugerbauer-Brüder kennen, die um einen Hauch älter waren, als ich. Alfred Lugerbauer studierte Gitarre an der Uni Wien, soviel ich weiß, und er liebte Mike Oldfield; hatte aber auch schon einen Fuß im Jazz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich war Jazz per se nichts, weil mir die Musik zu wenig greifbar war. So ein Zwischending zwischen &#8222;Easy Listening&#8220;, Alternative und trotzdem noch genießbar für junge Ohren waren eben die Tracks von Mike Oldfield, Vangelis und Tangerine Dream. Auf der anderen Seite stand Hardrock und Bombast Rock wie zum Beispiel von Emerson, Lake &amp; Palmer. Uns gefiel auch Stratos von Billy Cobham und die konzeptionelle Musik von YES.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Billy Cobham - Stratus" width="830" height="467" src="https://www.youtube.com/embed/b1rX9E8NuRw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kunstvoll empfanden wir auch damals schon die Musik von Peter Gabriel. Jedenfalls: ja, wir suchten und fanden alternative Musik, weil bei uns im kleinen Biedermannsdorf der Konsens unter uns Jungen herrschte, man müsse eine andere Art von Musik hören, als alle anderen. Unsere Mode war Musik, und wir trugen unseren Musikgeschmack vor uns her, wie Flaggen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Musikgeschmack blieb diesbezüglich ziemlich konstant. Da gab es einerseits die großen Elektroniker wie Tangerine Dream, Klaus Schulze, Vangelis, Ashra Temple, andererseits kunstvollen Pop. Und ein drittes Standbein, das ich von meiner Kindheit über meine Jugend ins Erwachsenenalter mitnahm, war Filmmusik. Hauptsächlich John Williams, Jerry Goldsmith, James Horner und Ennio Morricone. Später kam noch Hans Zimmer dazu, der mich aber im Laufe der Zeit mit seiner zum Bombast aufgeblasenen Beliebigkeit zunehmend langweilte.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Im Februar machte ich Bekanntschaft mit der Serie <a href="https://www.amazon.de/Bosch-Staffel-1/dp/B089XZR63T">Harry Bosch</a> auf Prime und es kam so, wie es bei mir immer kam, wenn mehrere Ereignisse gut geölt ineinander klickten: Ich fand etwas Neues. Die Serie erzählt die Geschichte von einem Detective des Morddezernats Hollywood, Los Angeles. Irgendwann vor Beginn der Serie hatte er einen Fall gelöst, der von einem Hollywoodstudio verfilmt wurde. Das Honorar für die Geschichte verschaffte ihm genug Geld, um sich ein Haus in den Hollywood Hills zu kaufen. Samt Terrasse und verglasten Wänden. Harry Bosch hörte immer Jazz, wenn er zu Hause Mordfallakten wälzte und in Kombination mit dem Blick über Los Angeles hatte es mich erwischt. Harry Bosch, gefilmt durch die wandhohen Fensterscheiben seines Hauses, dazu Art Pepper oder John Coltrane &#8230; Anheimelnd auch, dass er in der in unsere Zeit verlegten Serie die Musik auf einem Plattenspieler hört. Ich verschaffte mir einen Überblick über <a href="https://www.jazzseite.at/Jazz-Qualitaet/Cool-Jazz.html">Cool Jazz </a>&#8211; also um ehrlich zu sein, ich bin noch mittendrin. Was mich von Anfang an beim Jazz ansprach, seitdem ich mich damit befasse, ist, dass diese Musik emotional sein kann, ohne dabei schmalzig, kitschig oder teeniehaft-raunzend zu sein. Dazu kommt die aus den Aufnahmen heraushörbare Spielfreude der Musiker und wie gut sie aufeinander eingestimmt sind. Das ist noch gutes, altes Musikhandwerk und auch wenn die Musik zum Teil sperrig ist und nicht nach Gefälligkeit schielt, so macht doch gerade das für mich den Reiz aus. Cool Jazz kommt herrlich unprätentiös daher und konzentriert sich auf sich selbst. Ich mag das Emotionell-Dreckige und das Rauchige dieser Musik. Aktuell gefällt mir Jazz, der sich auf Klavier, Bass und Saxofon beschränkt.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/Bosch_house_Season_4-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-1125" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/Bosch_house_Season_4-1024x683.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/Bosch_house_Season_4-300x200.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/Bosch_house_Season_4-768x512.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/Bosch_house_Season_4.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich freue mich schon auf die lauen Nächte, die bei uns so ab Mai häufiger werden. Weiterschreiben an einem neuen Roman, Balkontür offen und Art Pepper im Hintergrund. Ich denke, da kann man nicht viel falsch machen.</p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/wege-zum-jazz/">Wege zum Jazz</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Richards Gemälde</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/richards-gemaelde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2026 13:36:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vorgestern habe ich das Wort ENDE unter das Rohmanuskript meines neuesten Romans geschrieben. Die Geschichte unterscheidet sich in sehr vielen Aspekten von früheren Werken. Der wesentlichste ist vielleicht, dass ich mich diesmal nicht auf junge Leute konzentriere, die an der Schwelle zum Mannsein in dramatische Probleme geraten, sondern auf zwei Senioren, die nach tragischen Verlusten ... <a title="Richards Gemälde" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/richards-gemaelde/" aria-label="Mehr Informationen über Richards Gemälde">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="525" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/DavidHockney1-1024x525.jpg" alt="" class="wp-image-1120" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/DavidHockney1-1024x525.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/DavidHockney1-300x154.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/DavidHockney1-768x393.jpg 768w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/DavidHockney1-1536x787.jpg 1536w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2026/03/DavidHockney1-2048x1049.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgestern habe ich das Wort ENDE unter das Rohmanuskript meines neuesten Romans geschrieben. Die Geschichte unterscheidet sich in sehr vielen Aspekten von früheren Werken. Der wesentlichste ist vielleicht, dass ich mich diesmal nicht auf junge Leute konzentriere, die an der Schwelle zum Mannsein in dramatische Probleme geraten, sondern auf zwei Senioren, die nach tragischen Verlusten zueinanderfinden und lernen, einander dabei zu unterstützen, im Alter das Leben weiterzuleben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Roman führt die Geschichte von <a href="https://nathschlaeger.com/der-sturmgondoliere/" data-type="page" data-id="102">Der Sturmgondoliere</a> fort, aus einer anderen Perspektive, mit neuen Akteuren und mit alten Freunden. Handlungsorte sind Wien, Bled, Triest und Montaione. Eine weitere Verschränkung habe ich mit dem Roman <a href="https://nathschlaeger.com/fluchtgemaelde-2/" data-type="page" data-id="96">Fluchtgemälde</a> hergestellt; ja, auch in diesem Roman geht es um magische Malerei. Um das, was Kunst vielleicht kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gewichtigsten Handlungsbeiträge im aktuellen Roman kommen von Personen, die nicht mehr am Leben sind, aber eben noch nachwirken. Als Geister, als Inspirationen, als Wegweiser in ein neues, altersweises Leben. Mir gefällt die Idee, Geister nicht als etwas zu beschreiben, vor dem man sich fürchten muss, sondern als etwas, das gleichberechtigt neben den Lebenden steht und wirkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Roman ist schwer einzuordnen. Eines der stärksten Merkmale dieses Manuskripts ist gleichzeitig seine größte verlegerische Herausforderung: Es lässt sich nicht in eine einzige Schublade stecken. Es ist kein Krimi, kein Liebesroman, kein Reiseroman — und doch ist es ein bisschen von allem. Die Zielgruppe ergibt sich deshalb nicht aus einer einzigen Schnittmenge, sondern aus mehreren überlappenden Leserkreisen, die sich um je ein zentrales Thema des Buchs organisieren. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Was mich interessiert hat</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wollte einen Roman schreiben, der von Trauer handelt, ohne ein Trauerroman zu sein. Der von Alter handelt, ohne ein Altersroman zu sein. Der von Geistern handelt, ohne ein Geisterroman zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geister in diesem Buch sind nicht gruselig und nicht metaphorisch. Sie sind einfach da — mit Piercings, Boxershorts mit bunten Smileys und dem Geruch von Teichwasser und Melonen. Was sie wollen, ist konkret: eine letzte gute Tat &#8211; ganz im Sinne ihrer Mutter. Einen alten Mann aus seiner Einsamkeit herauslotsen. Das erscheint mir glaubwürdiger als jede psychologische Erklärung, die ich hätte anbieten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war außerdem daran interessiert, schwule Seniorenliebe als das zu erzählen, was sie ist: unspektakulär und tief. Frank und Richard haben nicht fünfzig Jahre damit verbracht, ihre Beziehung zu verteidigen. Sie haben gekocht, gereist, gestritten, Pierogi gegessen und sind sich gegenseitig auf die Nerven gegangen. Das ist die Geschichte. Die sexuelle Orientierung der Figuren ist kein Thema — sie ist einfach Teil von dem, was sie sind, so wie die Tatsache, dass Frank Muskateller trinkt und Richard Zigarillos geraucht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Roman spielt auch mit der Frage, was Kunst kann. Richards Gemälde zeigen eine Zukunft, die noch nicht da war. Lucians Gemälde zeigen ein Leben, das nie stattgefunden hat. Ich habe das nicht als magisches Kunststück gemeint, sondern als ehrliche Frage: Ist nicht jedes gute Kunstwerk ein Fenster in eine Wirklichkeit, die noch nicht existiert — oder nie existiert hat — und die trotzdem wahr ist?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verzahnung mit meinem Roman <a href="https://nathschlaeger.com/der-sturmgondoliere/" data-type="page" data-id="102">Der Sturmgondoliere</a>, der 2016 im Größenwahn Verlag erschien, ist offensichtlich und wie ich hoffe, gut geölt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt drehe ich mal eine Überarbeitungsrunde und dann schicke ich den Roman los. Mein Wunschverlag dafür ist der <a href="https://main-verlag.de/">Main Verlag</a>, der schon meinen Roman Piero X veröffentlichte und den ich in guter Erinnerung habe als konstruktiver, verständiger Partner.</p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/richards-gemaelde/">Richards Gemälde</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Reisen meiner Notizbücher</title>
		<link>https://nathschlaeger.com/die-reisen-meiner-notizbuecher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nathschlaeger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2025 17:45:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nein, ich erzähle Euch nicht, was genau ich in meine Notizbücher schreibe, ob ich ein Konzept habe, wie ich sie nutze und ob ich meine Herangehensweise bisweilen überdenke. Zumindest nicht in diesem Posting. Gestern Abend habe ich in meinen vollgeschriebenen Notizbüchern und abgelegten Refills von Paper Republic nach einer bestimmten Information gesucht. Eigentlich unwichtig, aber ... <a title="Die Reisen meiner Notizbücher" class="read-more" href="https://nathschlaeger.com/die-reisen-meiner-notizbuecher/" aria-label="Mehr Informationen über Die Reisen meiner Notizbücher">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/10/joachim-schnurle-J0bnKNmiqy0-unsplash-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-824" srcset="https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/10/joachim-schnurle-J0bnKNmiqy0-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/10/joachim-schnurle-J0bnKNmiqy0-unsplash-300x200.jpg 300w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/10/joachim-schnurle-J0bnKNmiqy0-unsplash-2000x1333.jpg 2000w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/10/joachim-schnurle-J0bnKNmiqy0-unsplash-600x400.jpg 600w, https://nathschlaeger.com/wp-content/uploads/2025/10/joachim-schnurle-J0bnKNmiqy0-unsplash-1200x800.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, ich erzähle Euch nicht, was genau ich in meine Notizbücher schreibe, ob ich ein Konzept habe, wie ich sie nutze und ob ich meine Herangehensweise bisweilen überdenke. Zumindest nicht in diesem Posting.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern Abend habe ich in meinen vollgeschriebenen Notizbüchern und abgelegten Refills von <a href="https://www.paper-republic.com/de-at/collections/refills">Paper Republic</a> nach einer bestimmten Information gesucht. Eigentlich unwichtig, aber ich verbeiße mich dann immer so in eine Sache, dass ich nicht aufgebe, bis ich gefunden habe, was ich suche oder sicher bin, dass es in der Zeit verschüttet wurde. Gestern habe ich die gesuchte Information gefunden, eine kleine Erinnerungsnotiz in einem zerfledderten Notizbuch von 2012. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich habe noch etwas gefunden. Die Erinnerungen daran, wo die Notizbücher mit mir schon überall gewesen sind: Das Zerfledderte war mit mir in Kroatien (Porec), in den Niederlanden (Haarlem, Amsterdam, Schiphol Rijk), Gran Canaria, Kuba. Es ist voller Schmierflecken (ich denke, von Sonnenmilch und Schweiß) und ich habe während der Nutzung öfter den Stift gewechselt. Andere Bücher waren in Polen, Ungarn, Rumänien, in Städten, auf dem Land, an Seeufern und in tiefen Wäldern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem anderen habe ich Spuren von Sand gefunden, Eintrittskarten für eine Party in Havanna, Karten für die Seilbahn der Dachsteinsüdwand, Notizen über Radiosender, Musiker, Telefonnummern neben unleserlichen Namen, Listen mit Speisen, die wir zu Abend hatten, und abgegriffene Visitenkarten mit unleserlichen Notizen auf den Rückseiten. Es sind keine Notizbücher mehr, es sind Geschichtsbücher. Sie sind voller Leben, sie summen und vibrieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als Noteapps, haben Notizbücher ein Leben. Sie sammeln es in den Jahren ein, in denen sie befüllt werden, und sie konservieren das Leben zwischen den Seiten, zwischen Buchdeckel und Buchrücken. Solange sie geschlossen sind, haben sie ein geheimes Leben und es offenbart sich, wenn man sie öffnet. Ein Notizbuch zu befüllen ist etwas anderes als Informationen in eine Noteapp zu clippen. Es ist ein Moment des &#8222;Ganz bei sich sein&#8220;, man schreibt nicht, um sich später zu erinnern, sondern um sich im Moment des Schreibens (Werbeslogan von <a href="https://fieldnotesbrand.com/">Fieldnotes</a>) zu erinnern.</p><p>The post <a href="https://nathschlaeger.com/die-reisen-meiner-notizbuecher/">Die Reisen meiner Notizbücher</a> first appeared on <a href="https://nathschlaeger.com">Peter Nathschläger</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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