
Als ich die Arbeit am dritten Band der Elias-Trilogie beendet hatte, war mir bewusst, dass ich die Trilogie zwar abgeschlossen, die Geschichte aber noch nicht fertig erzählt hatte. Nicht ganz. Für mich war noch ein wesentlicher Teil offen, nämlich an der Bruchstelle zwischen dem, was Elias in seiner Owl Creek Bridge Geschichte erlebte, und dem, was wirklich geschah.
Denn: Elias gab es wirklich, auch außerhalb des Erzählraums, in den ich ihn gesetzt hatte. Stefan ebenso und auch den Ermittler des Morddezernats Alexis Cristobal Armas Ramos. Der tauchte schon in früheren Geschichten von mir auf, genauer gesagt in Die Inseln im Westen und in CODA- der letzte Tanz. Ich mag den Kerl einfach und finde, er hat einen ganzen Roman verdient. Außerdem will ich ergründen, was wirklich mit Elias geschah – außerhalb der Geschichte in der Trilogie.
Ich denke, ich fliege nochmal nach Gran Canaria und schau mal, ob Armas Ramos den Mord an Elias aufklären kann – und wie er das macht. Von der Stimmung stelle ich mir das vor wie die Conde-Romane von Leonardo Padura. Weniger Krimi als ein Stimmungs- und Sittenbild.