Eine Geistergeschichte

Ähnlich wie bei der Elias-Trilogie trage ich auch für dieses Projekt die Grundidee schon seit Jahren mit mir herum. Tatsächlich habe ich das Thema bereits zwei Mal verarbeitet: Das tragische Schicksal eines Mannes, der seinen Partner überlebt und sich mit dem neuen schweren Leben arrangieren muss, habe ich in den Romanen Die Inseln im Westen und in CODA – der letzte Tanz verarbeitet.

In diesem Romanprojekt möchte ich den Fokus auf einen alten Mann legen, der nach 50 Jahren Beziehung seinen Partner verliert und als Fünfundsiebzigjähriger auf einmal allein da steht und von der Last des Alleinlebens schier erdrückt wird.

Er beschließt, eine letzte Reise zu unternehmen, um einen Platz zu suchen, an dem er sterben kann und will. Er reist mit dem Auto durch Europa, bis ihm in Slowenien auf einer Autobahnraststation vollkommen aufgelöste Zwillinge in die Arme laufen, die behaupten, von Männern verfolgt zu werden, die ihnen ihr krimineller Vater aus Rom hinterhergeschickt hat. Nach einigem Zögern nimmt Frank, der alte Herr, die Jungs mit und sagt zu, sie zu ihrem Großvater zu bringen, der in der Toskana ein altes Weingut besitzt. Dort angekommen, lösen sich die Jungs in Luft auf und er steht einem alten Italiener gegenüber, der nur zufälligerweise gerade auf dem Anwesen ist, um die Hinterlassenschaft seines vor ein paar Tagen verstorbenen Vaters zu regeln. Durch ihn erfährt Frank von der tragischen Geschichte der Zwillinge und warum er ihnen gar nicht begegnet sein kann. Die beiden Senioren freunden sich an und Matteo, der italienische Gutsherr, weiht Frank in die von Geistergeschichten bereicherte Vergangenheit der Kleinstadt Montaione ein.

Montaione war schon einmal ein Handlungsort in einem meiner Romane, und zwar in Der Sturmgondoliere. Und natürlich verweise ich in der Handlung des neuen Romans auf Ereignisse im Sturmgondoliere. Ich denke, es wird eine wunderschöne Geschichte, sehr positiv und voller Lebensfreude!

Musik, die mich begleitet