Tage in Sulzbach

Jedes Jahr Anfang September fahren Richard und ich und Bogdan nach Sulzbach in Oberösterreich. Dort lebt die Familie von Bogdan in einem großen Landhaus zwischen Pichl und Sulzbach und Anfang September feiert die Tante von Bogdan dort Geburtstag. Im Normalfall ist das Wetter stabil schön und wir können ein Lagerfeuer im großen Garten machen, grillen und Bier trinken und reden, während der Mond über den Himmel wandert und das lauteste in der Nacht der nahe Bach ist, und das Krachen und Knistern des Feuers.

Wir bleiben meist zwei Nächte. Freitag, Samstag, Sonntag. In der Nacht von Freitag zu Samstag trifft sich nur die engste Familie und wir aus Wien angereisten Gäste, wir trinken Colarum, essen italienischen Salat und genießen es, unter guten Menschen zu sein.

Dieses Jahr spielt das Wetter leider nicht mit. Die Fahrt heraus war verregnet und windig. Das tut der Freude keinen Abbruch.
Heute, am Samstag, ist es schwer bewölkt und es regnet. Wir sitzen auf der überdachten Terrasse, trinken Tee und genießen hier selbst das schlechte Wetter. Der Regen rauscht, die Luft ist rein und gut, es riecht nach Basilikum.

Drei Tage hier ersetzen einen ganzen Urlaub.

Jetzt werde ich am Roman weiterschreiben. Elias auf der Venus entwickelt sich zu einem Lieblingsprojekt von mir, obwohl ich nicht so richtig weiterkomme. Aber immerhin sind meine Helden inzwischen an Bord der Rakete, die aussieht wie die Dinger, die sich die Illustratoren in den Sechzigern haben einfallen lassen.


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