Tief in der Nacht, ans Kreuz der Dünen geschlagen, steht ein betrunkener Mann und wirft mit beiden Händen Flüche in die Brandung.
Er ist tätowiert und gepierced und die Ringe in den Brustwarzen kämpfen mit dem Mond um die Reste von Licht und Zeit

Ich frage ihn, warum er Flüche und händevoll Sand in die Brandung wirft und er antwortet mit erstickter Stimme: Es ist mein letzter Tag und es ist die Liebe, die ich hierlassen muss. Da kann ich ebensogut auch meine Wut ins Meer schleudern, findest du nicht?

Ich nicke und erinnere mich an all die Liebe, die ich hier schon zurücklassen musste und nimmermehr fand.
Die Trauer im Meer zu begraben, am Tag vor dem Flug, das erscheint mir sinnvoll, und heute bin ich der Mann, geschlagen ans Kreuz der Dünen