Zwischenstand und neue Tools

Mit meinem neuen Roman komme ich gut weiter und die Korrekturarbeiten an meinem fertigen Manuskript, das im Juni unter dem Titel Du warst der Plan im Juni 2024 veröffentlicht wird, sind abgeschlossen. Vielen Dank an SuSe vom Papyrus Autor Forum.

Der Roman, an dem ich gerade arbeite, ist die direkte und unmittelbare Fortsetzung zu Du warst der Plan und die Arbeit am Konzept für den dritten Band kommt auch voran. Apropos Planung: Ich schmeiße ja meinen Toolstack regelmäßig und oft um, wenn ich mich in die Idee verbeiße, ein neues Werkzeug auszuprobieren. Am häufigsten wechsle ich die Notiztools und aktuell reißt es mich zwischen Zoho Notebooks, Evernote und Upnotes herum. Wieso gerade die drei? Erzähle ich Euch:

Evernote

Evernote hat vor rund einem Jahr den Besitzer gewechselt und gehört nun einem in Italien ansässigen, europäischen Unternehmen namens Bending Spoons, und nach einer Stabilisierungsphase und einigen Justierungen bei der Performance macht Evernote gerade eine interessante Transformation des UI durch – es wird, heller, freundlicher und angenehmer zu arbeiten. Das macht Evernote für mich attraktiv – die Preisgestaltung von Evernote relativiert den guten Eindruck allerdings. Der Personal Plan kommt auf 100€ im Jahr.

Zoho Notebook

Mit Zoho Notebook hatte ich schon vor Jahren geliebäugelt, denn das Tool gibt es schon seit einigen Jahren auf dem Markt. Es ist mehr oder weniger ein Nebenprodukt des indischen Softwareherstellers Zoho, die auf CRM-Produkte spezialiert sind und seit einiger Zeit auch eine sehr kostengünstige, hochprofessionelle E-Mail-Lösung anbieten, die ich nun seit Jänner 2024 für Mail., Kontalke und Termin nutze. Die Preise hierfür sind sehr charmant. Die Notebook-Solution allein kostet rund 17€ im Jahr. Zoho Notebook bietet nicht den Funktionsumfamg von Evernote und ist in manchen Funktionen noch nicht so ausgereift, aber das Tool hat seine ganz eigene, verspielte Eleganz, und in Zusammenarbeit mit Zoho Mail, in das man das Notebook friktionsfrei einbinden kann, ist es sehr überzeugend. Noch überzeugender für Freunde des Datenschutzes: Zoho betreibt weltweit mehrere Datencenter und Produkte von Kunden in der EU werden automatisch im EU-Datencenter angelegt und gehostet. DSGVO-garantiert.

Upnote

Mein Herz schlägt jedoch für Upnote, dem Produkt einer handvoll vietnamesischer Programmierer. Upnote kann, wenn man will, rein lokal betrieben werden. Dazu braucht man nicht einmal einen Benutzernamen und ein Passwort, kann aber sehr wohl das ganze Notizbuch oder einzeöne Notizen passwortschützen. Synchronisiert man Upnote, braucht man klarerweise Benutzername und Passwort. 2FA wird derzeit noch nicht angeboten, aber ich denke, ein 35-stelliges Passwort tut es auch. Man kann sich über die eigene Mailadresse authentifizieren oder über iCloud und Google Profile. Beides kommt bei mir nicht infrage.

Upnote ist sehr leicht, extrem schnell, verfügt über ausgereifte Funktionen und ist bedienfreundlich, hell und angenehm. Eine Lifetime-Lizenz kostet einmalig rund 30€, was ich mehr als nur wohlfeil finde.

Abschließende Gedanken

Evernote ist sehr gut, wenn man damit sein ganzes Leben managen will, Dokumente reinscannen und diese durchsuchen können will, Pläne macht, Aufgaben abarbeitet, Evernote ist die eierlegende Wollmilchsau, ein wenig eitel und preislich im oberen Teil des oberen Drittels angesiedelt. Hat etwas von der geilen Bitch im Club, die jeder will, sich aber nicht alle leisten können – oder wollen.

ZOHO Notebook glänzt mit einem sehr fairen Preis, einem eigenwilligen Design und einer sehr guten Verzahnung mit den anderen Tools von ZOHO. Für mic ist es noch um einen Deut zu verspielt und es mangelt an einigen Funktionen, wie zB Notebookstacking, Books in Books und an Performance.

Upnote ist schnell, hell und freundlich. Für Datensicherheitsfreunde ist es irritierend, dass Upnote kein 2FA anbietet und das die Daten werden, wenn man sich dazu entscheidet, sie synchrom halten zu wollen, auf einem Firebase Server gespeichert, der wiederum ein Produkt von Google ist. Diese Tatsache ist für mich wie ein Hauch von Zahnweh, aber ich denke, dass die Entwickler gesprächsbereit sind, die Datenbank, die lokal angelegt wird, in Zukunft auch in einem Cloudverzeichnis ablegbar zu machen.

Für meine Zwecke reicht Upnote vollkommen aus. Wofür verwende ich es? Ideensammlung für Urlaub, Ideensammlung für Bücher, Reiseplanung, private Notizen, Clippings von Zeitungsartikeln.

Das alles kann Evernote noch besser, ist aber eben auch wesentlich teurer.