Nach nur zwei Wochen gebe ich mein Profil bei Threads wieder auf. Selten – noch nicht einmal bei Twitter – habe ich eine solche Ansammlung von Menschen erlebt, die bei dem Versuch, das Toxische, vor dem sie fliehen, auszuschließen, selbst im Höchstmaß giftig und zerstörerisch werden. Snowflakes mit Stacheln sozusagen, blutrünstige Einhörner.

Threads kommt mir vor wie eine Holzplanke im eisigen Atlantik, und von einem sinkenden Schiff paddeln nassfellige Ratten hinüber und krabbeln übereinander, um sich die beste Position auf der schaukelnden Planke zu sichern. Die Gehässigkeit ist widerlich, das Auf- und Abgehüpfe um Aufmerksamkeit abstoßend. Like4Like, Follow4Follow, das Generieren von Aufmerksamkeit durch das Hochjazzen vollkommen banaler Alltagsthemen, hyperwoke Selfpublisher, die eigentlich nur talentlos Selbstdarsteller sind, Hochstapler, Wichtigmacher und Poser. In ihrem Bemühen, sich eine besser Bleibe zu schaffen als bei Twitter, vergiften die Leute die Plattform und sie ist bereits imprägniert von Meinungsscheiße und seelischem Erbrochenem.

Zeit zu gehen.